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Wenn jeder Schritt wehtut

Arthrose beim Hund: Symptome erkennen und dem Tier helfen

Onkologische Zentrum für Veterinärmedizin 20.04.2018 Linsengericht x1x BILD besucht das Onkologische Zentrum für Veterinärmedizin (Equinox), hier kann Krebs bei Tieren durch Bestrahlung behandelt werden. Im Bild (l-r): Das Ärzte-Team um Dr. Janine Brunner (Tierärztin) untersucht Hund -Basti- (8, Arthrose in Handgelenk und Zehen). Linsengericht Linsengericht Hessen Germany *** Oncology Center for Veterinary Medicine 20 04 2018 Lens Court x1x PICTURE visits the Oncology Center for Veterinary Medicine Eq
Hund mit Arthrose bei der Tierärztin – Untersuchung für die passende Behandlung. imago images / brennweiteffm
Auch Hunde können an Arthrose erkranken und für die bewegungsfreudigen Vierbeiner ist das eine sehr schmerzhafte Beeinträchtigung. Die Symptome der Arthrose sind beim Hund ähnlich wie bei uns Menschen. Die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich maßgeblich.

Genauso wie bei uns Menschen kann die Arthrose beim Hund die Folge eines Unfalls sein. Aber auch eine unsachgemäße Haltung, wie beispielsweise ein eiskalter Zwinger im Winter, Überforderung von Welpen oder Rheuma können die Erkrankung hervorrufen.

Wurden die noch weichen Knochen eines jungen Hundes zu sehr belastet, beispielsweise indem der Welpe am Fahrrad mitlaufen musste, könnte die Arthrose eine Spätfolge sein. Hunde dürfen je nach Rasse frühestens zwischen 12 und 18 Monaten langsam an das Mitlaufen am Rad gewöhnt werden.

Das Gleiche gilt für das Treppenlaufen. Insbesondere kleinere Hunde trägst du die Treppe besser hoch und runter. Große Rassen sollten ebenfalls so wenig wie möglich Treppen hoch- oder runterlaufen.

Die Überlastung von Welpen und jungen Hunden kann als Spätfolge in eine für das Tier sehr schmerzhafte Arthrose münden. Aber auch ein Unfall, starkes Übergewicht oder Veranlagung können irgendwann zur Arthrose beim Hund führen.

Bemerken du, dass dein Hund nach längerem Liegen nur schwer hochkommt, könnte das bereits auf eine Arthrose hinweisen.

Das Gleiche gilt, wenn der Hund die ersten Schritte etwas schwerfälliger läuft oder nach bzw. während eines Spaziergangs deutlich schneller schlapp macht. Das kann sich beispielsweise auch dadurch äußern, dass der Hund sich bemüht, das betroffene Bein nicht zu belasten und teilweise auf drei Beine hüpft.

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Arthrose – so hilfst du deinem Hund

Im Wolfsrudel werden kranke und schwache Tiere in der Regel „aussortiert“. Aus dem Grund versuchen auch unsere Hunde, ihre Erkrankungen zu verstecken. Damit dir nichts entgeht, solltest du den Hund also immer gut im Auge behalten, vor allem dann, wenn er sich unbeobachtet fühlt.

Hast du den Verdacht, dass dein Hund an Arthrose erkrankt ist, suchst du eine Tierarztpraxis auf. Dort kann eine genaue Diagnose und ein Behandlungsplan für dein Haustier erstellt werden.

Grundsätzlich gehört dazu:

  • dass der Hund nicht zu viel Gewicht mit sich herumschleppt – jedes überflüssige Kilogramm belastet die Knochen zusätzlich
  • dass du regelmäßig spazieren gehst, den Vierbeiner dabei aber nicht überlastest

Bei kaltem Wetter:

  • ziehst du dem an Arthrose erkrankten Hund eine warme und wasserdichte Hundedecke über
  • müssen sich manche Hunde erst daran gewöhnen, aber in der Regel bemerken sie den Vorteil für sich relativ flink

Sportliche Aktivitäten, wie neben dem Fahrrad herlaufen und stundenlang durch den Wald rennen, sind für den tierischen Arthrose-Patienten natürlich tabu. Das Gleiche gilt für das Steigen von Treppen.

Im Winter bekommt der Hund ein besonders warmes Kuschelplätzchen vor dem Kamin oder in der Nähe der Heizung.

Wichtig ist, dass es der Vierbeiner immer schön mollig warm hat. Damit der Hund schmerzfrei liegt, bietet sich beispielsweise ein hohes Kissen aus Memory-Schaumstoff an.

So linderst du die Schmerzen

Arthrose kann recht schmerzhaft sein, aber es gibt durchaus einige Maßnahmen, mit denen du die Schmerzen des Hundes etwas lindern kannst. Jedoch solltest du alle Maßnahmen unbedingt im Vorfeld mit deinem Tierarzt absprechen.

Du kannst die Schmerzen des Haustiers so weit wie möglich lindern mit natürlichen Entzündungshemmern, wie beispielsweise mit MSM für Hunde oder Teufelskralle für den Hund.

Außerdem gibt es Physiotherapeuten, die sich nach ihrer Ausbildung auf Tiere spezialisiert haben und schmerzlindernde Maßnahmen, wie beispielsweise Wassergymnastik, anbieten. Achte darauf, dass es sich wirklich um einen **ausgebildeten Physiotherapeut*in** handelt.

Ist die Arthrose des Hundes bereits sehr weit fortgeschritten, gibt es unter Umständen die Option einer Operation. Dabei kommen:

  • Gelenkprothesen
  • Golddrahtimplantationen
  • das Einbringen von Gelenkflüssigkeit und Knorpelbestandteilen

infrage.