Warum Katzen Milchtritte machen: Ursachen und Bedeutung
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Es wird angenommen, dass der Milchtritt einer erwachsenen Katze auf das Verhalten im Babyalter zurückzuführen ist. Kitten treten gegen den Bauch ihrer Mutter, um den Milchfluss anzuregen.
Wenn deine Katze plötzlich mit beiden Vorderpfoten abwechselnd gleichmäßige Bewegungen in der Luft, auf dem Untergrund oder an einem Gegenstand ausführt, nennt sich das Milchtritt. Die Katze macht massierende Tritte im Wechsel mit der rechten und der linken Pfote. Zu beobachten ist dieses Verhalten oft, wenn sich die Katze auf ihrem Schlafplatz niederlegen möchte. Es wirkt, als ob sie das Kissen erst einmal breittreten will.
Weil schon Kitten diese Tritte ausführen, um den Milchfluss anzuregen, wird diese Aktion als Milchtritt bezeichnet. Es wird angenommen, dass erwachsene Katzen dies machen, weil sie sich gerade besonders wohlfühlen. Wissenschaftlich belegt ist diese Theorie aber nicht.
Weitere Theorien für den Milchtritt adulter Katzen
Wie schon erwähnt, führt die Katze den Milchtritt aus, wenn sie sich gerade besonders wohlfühlt. Aus diesem Grund solltest du deinen Stubentiger auch nicht dafür bestrafen.
- Katzen könnten während des Milchtritts auch die Krallen ausfahren. Deshalb unterbinden einige Katzenbesitzer dieses Verhalten. Weil das Tier aber auch ein inniges Vertrauen damit ausdrückt, könnte es bei einer Bestrafung zu einer Störung im Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Tier kommen.
- Während des Milchtritts fühlt sich die Katze in ihr Babyalter zurückversetzt. Hier fühlte sie sich in Gegenwart ihrer Mutter geborgen und in Sicherheit. Es wird also angenommen, dass sich das Tier in deiner Gegenwart ebenso geborgen fühlt.
- Gegen diese Theorie spricht jedoch, dass auch verwaiste und von Menschen aufgezogene Kitten dieses Verhalten im adulten Alter zeigen. Daher könnte es sich auch um ein genetisch veranlagtes Phänomen handeln.
- Andere Forschende kommen zu der Theorie, dass der Milchtritt auf die Falbkatze zurückgeht. Diese Katze ist die Vorfahrin aller heutigen Katzen.
- Die Falbkatze führt den Milchtritt aus, um sich ihren Schlafplatz zu richten. Sie tritt den Boden weich, damit sie besser liegen kann. Genau das machen unsere heutigen Hauskatzen auch. Sie kneten mit ihren Pfoten das Kissen minutenlang weich, bevor sie sich niederlassen.
- Möglich wäre aber auch, dass das Treteln, wie der Milchtritt auch genannt wird, der Selbstberuhigung dient. Es wurde beobachtet, dass kranke Tiere häufiger den Milchtritt zeigen. Daher solltest du bei einem häufigen Auftreten dieses Verhaltens einen Tierarzt oder eine Tierärztin aufsuchen.
Bewiesen ist allerdings, dass Katzen zwischen den Zehen der Vorderpfoten Duftdrüsen haben. Durch das Treteln markieren Katzen also auch ihr Revier. Sie geben den Duftstoff auf das Kissen, was wiederum zum Wohlbefinden des Tieres dient.
So zeigst du deiner Katze, dass du sie liebst
Auch du kannst deiner Katze zeigen, dass du sie liebst, schätzt und ihr vertraust. Probiere es einmal aus.
- Schau deiner Katze entspannt in die Augen. Dabei schließt du deine Augen ganz langsam und öffnest sie genauso langsam wieder.
- Vielleicht musst du dieses langsame Blinzeln einige Male wiederholen. Deine Katze wird dieses Zeichen aber verstehen und dir mit großer Sicherheit antworten.
- Beobachte deinen Stubentiger, denn er wird dich genauso anblinzeln und die Augen langsam schließen, um sie sogleich wieder zu öffnen.
Dieses Blinzeln ist ein echter Vertrauensbeweis für die Katze. Sie würde niemals die Augen verschließen, wenn sie sich unsicher oder in Gefahr fühlt. Du zeigst damit deiner Katze, dass du ihr vertraust, und umgekehrt ist es ebenso.