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Zwischen Unruhe und Fressverhalten

Trächtige Katze: Das sind typische Geburtsanzeichen

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imago images / Shotshop
Es gibt viele verschiedene Geburtsanzeichen, die darauf hinweisen, dass eine trächtige Katze in naher Zukunft gebären wird. Kennst du diese, kannst du deine Katze während der einzelnen Geburtsphasen unterstützen und gegebenenfalls auch den Tierarzt rufen.

Ist deine Katze trächtig, solltest du dich frühzeitig auf die anstehende Geburt vorbereiten. Kennst du die einzelnen Anzeichen für eine bevorstehende Katzengeburt, kannst du deine Katze dabei begleiten und unterstützen.

Das Verhalten deiner trächtigen Katze solltest du schon während der gesamten Tragzeit genau beobachten. Überwache neben den Schlaf- und Fressgewohnheiten auch allgemeine Verhaltensweisen, wie etwa die Bewegungsaktivitäten deiner Katze. Denn nur so kannst du sicher feststellen, wie sich deine Katze normalerweise verhält und welche Verhaltensweisen auf die bevorstehende Geburt hindeuten.

Die Tragzeit einer Katze ist grundsätzlich sehr individuell. Typischerweise dauert sie etwa 63 bis 67 Tage. Durch verschiedene Geburtsanzeichen kannst du das Ende der Tragzeit und damit die bevorstehende Geburt erkennen. Häufig sind Katzen kurz vor der Geburt sehr unruhig. Einige Katzen geben deshalb viele Laute von sich. Zudem putzen sie sich in dieser Zeit häufiger als sonst und tigern umher.

Ein weiteres Geburtsanzeichen ist die Herabsenkung der Körpertemperatur deiner Katze. Eine Katze besitzt eine durchschnittliche Körpertemperatur von etwa 38,5 Grad. 24 Stunden vor der Geburt sinkt die Temperatur auf etwa 37,8 Grad. Miss deshalb regelmäßig die Körpertemperatur deiner Katze, um dieses Geburtsanzeichen feststellen zu können.

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Katzen, die kurz vor dem Ende ihrer Tragzeit stehen, suchen zudem vermehrt ihr Katzenklo auf. Muss sich deine Katze auf dem Katzenklo jedoch nicht lösen, kann das ein weiteres Anzeichen dafür sein, dass die Geburt bald losgehen wird.

Kurz vor der Geburt ändert sich auch das Fressverhalten einer Katze. Typischerweise fressen Katzen vor einer anstehenden Geburt weniger. Befindet sich deine Katze in einem fortgeschritteneren Stadium der Geburt, zieht sie sich zudem an einen ruhigen, ungestörten Platz zurück.

Des Weiteren schwellen die Zitzen einer trächtigen Katze kurz vor der Geburt stark an. Im Einzelfall kann sogar schon Muttermilch aus den Zitzen austreten. Sondert die Scheide deiner Katze zudem einen flüssigen Ausfluss ab oder löst sich ein Schleimpfropf, steht die Katzengeburt kurz bevor.

Wie du deine Katze während der Geburt begleiten kannst

Beachtest du einige hilfreiche Tipps und Hinweise, kannst du deine Katze während der Geburt tatkräftig unterstützen.

  • Vor, während oder nach der Katzengeburt musst du grundsätzlich keinen Tierarzt konsultieren. Bist du dir jedoch nicht sicher, ob bei deiner Katze die Wehen eingesetzt haben oder treten während der Geburt Komplikationen auf, solltest du auf jeden Fall deinen zuständigen Tierarzt hinzuziehen. Dieser kann deine Katze umfassend untersuchen und notfalls behandeln.
  • Katzen ziehen sich für die anstehende Geburt an einen ruhigen und sicheren Ort zurück. Richte deshalb einen Platz für deine trächtige Katze schon einige Tage vor dem Geburtstermin her. Dadurch kannst du deine Katze bereits vor der Geburt entlasten. Stell dafür eine gemütliche Wurfkiste an einem geeigneten, geschützten Platz bereit. So kann sich deine Katze bereits vor der Geburt an das Nest gewöhnen.
  • Willst du eine Wurfkiste für deine Katze aufstellen, solltest du dabei einige Hinweise beachten. Leg an dem ausgewählten Ort einen großen Karton oder eine große Schublade mit Decken und Kissen aus. Beachte dabei, dass die Raumtemperatur für den Ort der Wurfkiste etwa 21 bis 22 Grad betragen sollte. Stell zudem einen Futternapf, ein Katzenklo sowie eine Trinkschale für deine Katze in die Nähe der Wurfkiste.
  • Die Geburt meistern Katzen in der Regel ganz allein. Damit du deine Katze nicht zusätzlichem Stress aussetzt, solltest du sie deshalb während der einzelnen Geburtsphasen immer wieder allein lassen. Es reicht aus, wenn du in regelmäßigen Zeitabständen nachsiehst, ob alles in Ordnung ist. Siehst du nur alle 15 bis 20 Minuten nach, kannst du einen langen Geburtsvorgang vermeiden. Halte auch den Kreis der Zuschauer sehr klein, um die Katze in Ruhe gebären lassen zu können.
  • Wirkt deine Katze nach der Geburt sehr müde, kannst du sie ein wenig unterstützen. Normalerweise fressen Katzen die Plazenta auf, sobald sie die Nabelschnur abgebissen haben. Ist deine Katze sehr erschöpft, kannst du diesen Vorgang ein wenig beschleunigen. Verwende dabei unbedingt Einweghandschuhe und ein sauberes Handtuch.
  • Typischerweise beißt eine gebärende Katze die Fruchtblase nach der Geburt auf. Ist deine Katze auch dafür zu erschöpft, kannst du die Fruchtblase mit einem sauberen Handtuch aufreiben. Geh dabei mit äußerster Vorsicht vor und trage auch bei diesem Vorgang unbedingt Einweghandschuhe. Mach anschließend die Nase und das Maul der Jungtiere mit einem sauberen Handtuch frei. Nun kannst du die Kätzchen mit dem Strich sanft abtrocknen. Verwende dabei jedoch für jedes Jungtier ein eigenes Handtuch.