Paarung bei der Katze: Wissenswertes über das Paarungsverhalten
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Die Katze gehört zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. Bereits seit fast zehntausend Jahren begleiten und begeistern die Samtpfoten den Menschen. Über das Paarungsverhalten wissen die meisten jedoch nur wenig.
Eine Kätzin ist nicht durchgehend paarungsbereit. Einen Geschlechtsakt mit einem Kater duldet sie nur in der sogenannten Rolligkeit. Diese findet meist im Frühjahr statt. Reine Wohnungskatzen können rund um das Jahr rollig werden.
Die Rolligkeit kündigt sich dadurch an, dass die Kätzin laut und durchdringend miaut. Bei manchen Katzen hören sich diese Schreie fast menschlich an. Kater werden durch diese Rufe angelockt. Auch durch das Rollen des Körpers auf dem Boden zeigt die Kätzin ihre Paarungsbereitschaft. Obwohl die Rolligkeit etwa eine Woche andauert, ist die Kätzin in dieser Zeit nur etwa vier Tage lang paarungsbereit. Kater müssen mitunter Geduld mitbringen, um den passenden Zeitpunkt zu erwischen. Erst wenn die Kätzin es zulässt, findet der eigentliche Deckakt statt.
Meist paaren sich Kater und Kätzin während der Paarungsbereitschaft mehrere Male. Für die Kätzin ist der Akt mit Schmerzen verbunden, da der Penis des Katers Widerhaken hat. Darum schreien Kätzinnen während der Paarung oft vor Schmerzen auf. Dieser Schmerzreiz ist aber wichtig, da er bei der Kätzin den eigentlichen Eisprung auslöst, ohne den keine Befruchtung stattfinden kann.
Das solltest du über die Geschlechtsreife deiner Katze wissen
Als Katzenhalter solltest du wissen, wann Kätzinnen und Kater geschlechtsreif werden. Denn nur so lässt sich eine gezielte Zucht planen oder eine ungewollte Fortpflanzung vermeiden. Vorsicht ist auch bei Geschwistertieren geboten. Denn auch diese verpaaren sich untereinander.
- Die meisten Kätzinnen werden im Alter von sieben bis acht Monaten geschlechtsreif. Je nach Jahreszeit und Tageslichtlänge können sie sich aber auch schon nach vier bis fünf Monaten fortpflanzen. Auch die Größe und die Rasse der Tiere spielt eine Rolle beim Erreichen der Geschlechtsreife.
- Kater werden meist etwas später geschlechtsreif als weibliche Katzen. Normalerweise passiert dies zwischen dem achten und dem zehnten Lebensmonat. Allerdings gibt es auch unter den Katern Frühstarter, die bereits im Alter von einem halben Jahr geschlechtsreif werden.
Auch wenn die Tiere verhältnismäßig früh geschlechtsreif werden, sollte eine Kätzin nicht vor der Vollendung des ersten Lebensjahres gedeckt werden. Kater werden zwar auch oft früh geschlechtsreif, können aber in den meisten Fällen erst ab dem zehnten Lebensmonat erfolgreich decken.
Darum solltest du Kater und Kätzinnen kastrieren lassen
Wenn du keine Katzenzucht betreiben möchtest, solltest du Kater und Kätzinnen kastrieren lassen. Und das am besten, sobald die Tiere die Geschlechtsreife erreicht haben. Vor allem bei Freigängern schützt die Kastration gegen ungewollte Schwangerschaften und Katzenjammer. Denn die Tierheime sind voll von Jungtieren, die durch unkontrollierte Vermehrung entstanden sind. Selbst Rassekatzen finden nicht unbedingt schnell einen Abnehmer.
Rollige Kätzinnen und Kater auf Freiersfüßen vergessen die Welt um sich herum. Das macht sie besonders anfällig für Unfälle im Straßenverkehr. Außerdem können sich Katzen beim Deckakt mit sexuell übertragbaren Krankheiten, wie Katzenaids, infizieren.
Geschlechtsreife Kater markieren ihre Umgebung mit Urin. Das tun sie auch im Haus und in der Wohnung. Dabei bespritzen sie sowohl Möbel als auch Wände. Diesen beißenden Geruch wirst du nur schwer wieder los. Kastrierte Kater markieren in den meisten Fällen nicht mehr.
Da der Eisprung bei einer Kätzin erst durch den Deckakt ausgelöst wird, kann es bei einer Nichtbefruchtung zur Dauerrolligkeit kommen. Diese bedeutet nicht nur Stress für deine Kätzin, sondern kann auch Zysten an den Eierstöcken und Gebärmuttererkrankungen nach sich ziehen. Nach einer Kastration werden Kätzinnen nicht mehr rollig.