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Nicht nur für Hunde

Mit Katze Gassi gehen – Infos und Hinweise

Katze an der Leine
Katze an der Leine (Bild: Pixabay/g3gg0)
Mit der Katze Gassi gehen wird oft mit einem Hundespaziergang verglichen. Es empfiehlt sich jedoch nicht immer, eine Katze an der Leine zu führen. Wir erklären, was du über das Gassi gehen mit Katzen wissen solltest und wann es sinnvoll ist.

Oftmals wird das Gassi gehen mit einer Katze als Kompromiss zum Freigang des Tieres gesehen, gerade wenn die Katze in der Großstadt, neben viel befahrenen Straßen oder in einem Haus ohne Garten lebt. Grundsätzlich tust du dem Tier jedoch keinen besonderen Gefallen damit, es an der Leine zu führen.

Katzen, die Freigang haben, beschäftigen sich in der Regel mit Dingen, die an der Leine nicht möglich sind. Dazu gehören das Erkunden von kleinen Nischen, das Klettern auf Bäume oder das Balancieren auf Mauern.

Das Spazierengehen an der Leine bedeutet also besonders für ängstliche oder empfindliche Katzen mehr Stress, als dass es auf das Tier einen positiven Effekt ausübt.

Neben dem Stress, den der Spaziergang auf die Katze ausübt, gehen mit dem Führen an der Leine auch Gefahren einher. Erschreckt sich das Tier, etwa durch die Konfrontation mit einem Hund, wird es naturgemäß versuchen, zu flüchten. Da das an der Leine nicht möglich ist, können erhebliche Verletzungen der Katze die Folge sein.

In diesen Situationen ist der Spaziergang mit der Katze angebracht

Neben vielen Situationen, in denen du eher auf das angeleinte Spazierengehen mit einer Katze verzichten solltest, gibt es auch Momente, in denen es angebracht ist, gemeinsam mit deiner Katze nach draußen zu gehen.

Eine Katze kann zum Beispiel dann angeleint werden, wenn du eine junge Katze hast, die in ihrem Revier neu ist, oder wenn du mit deiner Freigänger-Katze umgezogen bist. Wenn du in dieser Zeit mit der Katze gemeinsam nach draußen gehst, kann diese sich in Ruhe umschauen und sich ihr Revier einprägen.

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Auch wenn eine Freigänger-Katze für einen längeren Zeitraum krank war, bietet sich das Führen an der Leine an, um die Katze stundenweise wieder an den Freigang zu gewöhnen.

Eine Katzenleine kann ebenfalls als Sicherheit dienen, wenn die Katze ein noch unbekanntes Areal wie einen neuen, katzensicheren Balkon erkunden soll.

Wenn du eine neue Katze mit einer bereits bei dir lebenden Katze vergesellschaften willst, kann es hilfreich sein, die bereits vorhandene Katze an die Leine zu nehmen, um eine wilde Jagd der beiden Tiere zu vermeiden.

Auch wenn du deine Katze notgedrungen einmal ohne Transportbox mitnehmen musst, etwa zu einem Tierarzttermin, schadet es nicht, wenn das Tier Geschirr und Leine kennt.

Wichtig: Achte darauf, eine Katze nur an einem Geschirr mit verstellbaren Riemen und niemals an einem Halsband anzuleinen. Beim Gewöhnen deiner Katze an die Leine solltest du mit Geduld und schrittweise vorgehen. Belohne bereits Annäherungen deiner Katze an das Geschirr. Wenn das Tier sich an der Leine führen lässt, solltest du das ebenfalls erst in der Wohnung üben, bevor ihr gemeinsam nach draußen geht.

Wenn es die Bedingungen und dein Verhältnis zur Katze erlauben, kannst du auch ohne Leine mit Kater oder Katze losziehen.

Bedenke, dass dein Vierbeiner neugierig ist und auch gern mal die Gegend erkundet, auf Baumstämme klettert usw. – heißt: Ein Spaziergang kann dadurch viel länger werden.