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Katze versteckt sich: So hilfst du deinem scheuen Tier

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imago images / blickwinkel
Versteckt sich deine Katze, können viele Gründe dafür ausschlaggebend sein. In der Regel verstecken sich die Tiere, wenn sie in einem neuen Zuhause ankommen und sich eingewöhnen müssen. Gewinne das Vertrauen deines Haustieres mit unseren Tipps.

Hast du eine neue Katze bei dir aufgenommen, kannst du ihr bei der Eingewöhnung helfen. Mit unseren Tipps gewinnst du das Vertrauen deines neuen Haustieres.

  • Bedränge deine Katze nicht. Dass sich eine Katze in einer neuen Umgebung versteckt, ist erst einmal völlig in Ordnung und stellt keinen Grund zur Sorge dar. Lass deine Katze in den ersten Tagen in Ruhe ankommen.
  • Schaffe Rückzugsorte. Im Prinzip ist es gut, wenn du deiner Katze sogar ein paar Rückzugsorte ermöglichst. Lass beispielsweise eine Schranktür offen, stelle einen leeren Karton bereit oder lege eine Decke auf einen Stuhl. So kann das Tier aus dem Schutz heraus alles betrachten und dann für sich entscheiden, wann es Zeit ist, herauszukommen. Spätestens, wenn die Katze Hunger hat, wird sie ihr Versteck verlassen.
  • Stelle geruchsintensives Futter bereit. Liebe geht auch bei Katzen durch den Magen. Bereite ihr ein leckeres Mahl aus Thunfisch oder Hähnchen. Schiebe den Teller an das Versteck heran. Wenn es dir gelingt, die Katze mit der Hand zu füttern, kannst du dich freuen. Es ist in den ersten Tagen aber auch in Ordnung, wenn sie frisst, nachdem du den Raum verlassen hast.

Tipps für scheue Katzen

Versteckt sich die Katze auch noch, obwohl sie schon einige Zeit bei dir wohnt, scheint es sich um ein scheues Tier zu handeln. Hast du die Katze aus dem Tierheim abgeholt, weißt du manchmal nicht, was das Tier bereits alles erlebt hat. Vielleicht ist sie aber auch von Geburt an scheu.

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  • Kommuniziere mit dem Tier. Vermeide zunächst einen direkten Blickkontakt. Blinzle ihr immer mal wieder zu, aber starre sie nicht an. Rede viel mit deinem Tier, das hilft. Tu einfach so, als würde sie dich verstehen.
  • Arbeite mit Düften. Hast du die Katze aus dem Tierheim abgeholt, frag die Mitarbeitenden, ob du die Decke oder irgendeinen Gegenstand, mit dem das Tier Kontakt hatte, mitnehmen darfst. Lass die Katze zu Hause für ein paar Tage nur an einem Ort, zum Beispiel in einem Zimmer. Gib der Katze die Decke oder den Gegenstand aus dem Tierheim. Sie wird den Duft erkennen und zutraulicher werden.
  • Nutze Alltagshelfer. Hierzu eignet sich beispielsweise eine Fliegenklatsche, ein Staubwedel oder eine Katzenangel. Auch ein Bällchen kann hin- und hergerollt werden. Versuche, die Gegenstände als Spielzeuge einzusetzen und locke das Tier damit aus dem Versteck. Kommt es heraus, streichle das Tier und schmuse mit ihm.

Katzenpsychologen helfen in ernsten Fällen

Weißt du gar nicht mehr weiter, wende dich vertrauensvoll an deinen Tierarzt. Er kann dir eine Katzenpsychologin oder einen Katzenpsychologen empfehlen. Manchmal erfährst du bereits beim ersten Termin, dass du deine Wohnung katzenfreundlicher gestalten müsstest, und das Problem erledigt sich damit von selbst.

Dafür wäre es gut, wenn der Katzenpsychologe einen Hausbesuch vornimmt. So kann er sich die Wohnsituation anschauen und vor Ort Ratschläge geben. Der Psychologe wird dich und deine Katze beobachten und darauf schauen, wie ihr euch beide verhaltet. Nicht selten liegt es daran, dass sich die Katze durch irgendwelche Gesten nur bedrängt fühlt. Werden diese Gesten weggelassen, hilft es dem Tier.