vg-wort
ANZEIGE
Nicht so schwer wie du denkst

Katze trainieren: Tipps und Tricks

Hand mit Clicker und schwarzer Katze
Hand mit Clicker und schwarzer Katze Justus Böttcher
Es ist ein gängiges Vorurteil: Katzen lassen sich nichts sagen und diese zu trainieren sei ausgeschlossen. Dass dem nicht so ist und wie du dein Tier beim Erlernen von kleinen und großen Kunststücken unterstützt, verraten unsere Tipps und Tricks.

Entgegen vieler Meinungen lassen sich nicht nur Hunde trainieren. Auch Katzen sind durchaus in der Lage, einige Tricks zu erlernen. Dies erfreut nicht nur den Menschen, sondern ist auch super, um die Fellnase zu beschäftigen und zu fördern. So wird Langeweile vorgebeugt. Mit welchen Tipps und Tricks du deine Katze zum Training motivieren kannst, erfährst du hier:

  • Die Katze belohnen: Die Katze sollte immer unmittelbar belohnt werden, da sie die Belohnung sonst nicht mehr mit dem Erfüllen der Aufgabe in Verbindung bringt. Als Belohnung eignen sich Leckerlis oder auch ein wenig Trockenfutter.
  • Ablenkung vermeiden: Wichtig für ein erfolgreiches Training ist, dass deine Fellnase nicht abgelenkt ist. Besonders Störgeräusche wie beispielsweise ein laufender Fernseher oder ein Radio würden die Katze in ihrer Konzentration stören. Ebenso wenig solltest du mit deinem Vierbeiner währenddessen sprechen. Gib deinem Tier die Möglichkeit, sich allein auf die Übung zu konzentrieren.
  • Habe Geduld: Es ist wichtig, dass du dein Tier nicht überforderst und zu nichts drängst. Sollte die Katze dir signalisieren, sich beispielsweise demonstrativ auf den Boden legen, dass sie nicht bereit ist, an dem Training teilzunehmen, solltest du dies akzeptieren. Eine Katze, die zuvor lange geschlafen hat, wird nicht unmittelbar danach Lust auf ein Training haben. Gib dem Tier ruhig ein wenig Zeit.
  • Regelmäßiges Training: Ähnlich wie beim Menschen zeigen sich erste Erfolge erst nach einem regelmäßigen Training. Halte die Einheiten kurz, aber übe dafür regelmäßig. Nur so gibst du der Katze die Möglichkeit, die Tricks zu verinnerlichen.
  • Früh übt sich: Vor allem Jungtiere sind für das Training geeignet. Katzen, die bereits älter sind und in ihrem Spieltrieb schon zurückhaltender, werden sich vermutlich weniger offen für das Training zeigen. Probieren kannst du es natürlich trotzdem.
  • Training variieren: Vermeide, dass die Katze allzu schnell von immer gleichen Übungen gelangweilt ist oder ermüdet wird. Bring ein wenig Vielfalt in das Training.

Training mit dem Clicker

Der Klassiker: Beim Clickertraining reagiert die Katze auf ein markantes Geräusch – ein Markergeräusch. Hierfür kann ein Clicker verwendet werden, aber auch das Klicken eines Kugelschreibers oder ein Schnalzen funktionieren. Ziel ist es, dass das Geräusch des Clickers das erwünschte Verhalten markiert. Bei jedem „Click“ wird die Katze nun mit einem Leckerli belohnt. Schnell wird sich die Katze an das Geräusch in Kombination mit der Belohnung gewöhnen und weiß somit, dass das Markergeräusch eine Belohnung zur Folge hat.

ANZEIGE

Sobald deine Katze das antrainierte Geräusch kennt, solltest du dein Tier ohne Probleme mithilfe des Clickers „rufen“ können. Auf das Klicken oder Schnalzen sollte dein Vierbeiner unmittelbar reagieren, angelaufen kommen und die wohlverdiente Belohnung einfordern. Dies ist der erste Schritt für ein erfolgreiches Clickertraining, da deine Katze das Geräusch nun verinnerlicht hat.

Mit dem Clicker können nun erwünschte Verhaltensformen bzw. erfüllte Tricks markiert werden. Da die Katze erneut belohnt werden möchte, wird sie mit etwas Übung erlernen, das gewünschte Verhalten bzw. die Übung zu wiederholen. Das Clickertraining eignet sich mit etwas Übung auch dazu, deiner Katze unerwünschtes Verhalten abzutrainieren, indem du das positive Verhalten deines Vierbeiners markierst und belohnst.

Erste Tricks, die leicht zu erlernen sind

Sobald deine Katze bereit für das Training ist, kannst du mit dem Erlernen erster Tricks beginnen. Bis diese beherrscht werden, kann es je nach Tier durchaus ein wenig dauern. Das Hauptaugenmerk des Trainings sollte jedoch nicht auf dem erfolgreichen Erlernen des Tricks liegen, sondern darauf, dass sowohl das Tier als auch der Mensch Spaß haben.

  • „Sitz“: Dieser Trick ist besonders einfach für den Einstieg. Damit deine Katze sich hinsetzt, musst du lediglich ein Leckerli über ihrem Kopf halten. Dein Vierbeiner wird sich wie von selbst hinsetzen.
  • Sollte dies nicht direkt funktionieren, bewege deine Hand samt Leckerli noch etwas nach hinten. Sobald deine Katze sitzt, solltest du deinen flauschigen Liebling auch direkt belohnen.
  • „Gib Pfötchen“: Dieser Trick baut auf „Sitz“ auf. Nun legst du deine ausgestreckte Hand auf den Boden und belohnst deine Katze bei jeglichem Interesse an der Hand. Entweder gibst du der Katze unmittelbar ein Leckerli oder du setzt den Clicker ein und belohnst die Katze nach dem Geräusch.
  • Im nächsten Schritt sollte das Interesse der Katze an der Hand präziser werden und auch nur dann belohnt werden. Sobald die Katze bemerkt, dass sie für die weniger präzisen Versuche nicht mehr belohnt wird, wird sie versuchen, auf eine andere Art und Weise die Belohnung zu erhalten.
  • Sollte sie dabei nun ihre Pfote an deine Hand führen, musst du die Katze erneut unmittelbar belohnen. Das Erlernen dieses Tricks setzt sich aus mehreren Trainingsschritten zusammen und bedarf somit etwas Zeit.