Katze im Bett schlafen lassen: Das sind Vor- und Nachteile
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Schläft deine Katze in deinem Bett, ist das ein echter Vertrauensbeweis. Denn suchen Katzen Nähe, ist das fast schon eine Liebeserklärung und spricht für eine enge Verbindung zu dir. Und tatsächlich zeigen auch Studien, dass Katzen – ähnlich wie Hunde oder menschliche Babys – eine Bindung zu ihrem Halter oder ihrer Halterin aufbauen können. Andersherum kann es auch durchaus für deine Psyche und dein Wohlbefinden von Vorteil sein, eine Katze zu haben und sie im eigenen Bett schlafen zu lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass das Tier gesund ist. Denn das gemeinsame Kuscheln fördert nicht nur, ähnlich wie unter Menschen, die enge Beziehung zu deinem Vierbeiner.
Katzen als Bettgenossen wirken aufgrund ihrer Verhaltensweisen, wozu Schnurren und das ausdauernde Putzen gehören, als beruhigende Anti-Stress-Mittel. Sogar Angstzustände und Panikattacken kannst du durch den engen Kontakt zur Katze in den Griff bekommen. Durch die Streicheleinheiten sinkt außerdem dein Blutdruck, der Puls wird ruhiger.
Das monotone Schnurren der Mieze kann zudem beim Einschlafen helfen, wenn es nicht zu laut ist. To-do-Listen und negative Gedanken verfliegen durch das Katzengeräusch quasi im Nu. In kalten Nächten wärmen Katzen außerdem gerade am Fußende die sonst fröstelnden Füße.
Nachteile: Das sind die negativen Seiten einer Katze im Bett
Möchtest du deine Katze nicht im Bett haben, solltest du deinen Vierbeiner schnell nach der ersten Eingewöhnung und Bindungsphase aus dem Schlafzimmer verbannen. Je später du die Abgewöhnung startest, umso schwieriger gestaltet sich der Prozess. Denn die Nachteile, die sich ergeben, wenn deine Katze mit im Bett schläft, sind nicht zu unterschätzen.
Eine Katze im Bett schlafen zu lassen, ist nicht unbedingt eine hygienische Idee. Allein Freigänger-Katzen schleppen neben Dreck auch gerne andere Tierchen wie Parasiten, Flöhe oder Zecken an. Umso wichtiger ist es, regelmäßig zu überprüfen, ob dein Tier vom einen oder anderen befallen ist. Zecken kannst du, sofern du welche entdeckst, mit einer Zeckenzange entfernen. Beim regelmäßigen Bürsten erkennst du außerdem, ob das Fell deines Tieres gesund und frei von Bewohnern ist.
Schläft deine Katze in deinem Bett, verteilt sie außerdem automatisch ihre Haare darin. Die Tierhaare lassen sich nicht immer leicht herauswaschen und sind vor allem auf dunklerer Bettwäsche immer zu sehen. Deine Bettwäsche könnte auch noch anderweitig unter deiner Katze leiden: Denn Katzen scharren gerne an Laken und Decken, um dir zu signalisieren, dass sie sich darunter eine Höhle wünschen. Das Scharren kann aber die Fasern der Stoffe beschädigen.
Noch dazu sind Katzen nachtaktive Tiere, die sich nur schwer an den menschlichen Rhythmus anpassen lassen. Das könnte auf Dauer deinen gesunden Schlaf stören. Alternativ müsstest du zumindest die Schlafzimmertür offen lassen, damit deine Katze jederzeit ein- und ausgehen kann, ohne dich zu wecken.
Lernst du einen neuen Partner oder eine neue Partnerin kennen, könnte auch das zu einem Konflikt führen: Denn nicht alle Tiere, die sich einmal an dein Bett gewöhnt haben, dulden jemanden Neues darin.
Bei Babys im Haushalt, die ab und an im Bett der Eltern schlafen wollen, besteht außerdem eine größere Gefahr, dass sich die Katze aus Bequemlichkeit auf den Brustkorb legt. Für einen Säugling wäre das lebensgefährlich.
Leidest du unter einer Katzenhaarallergie, wirst du dir vermutlich erst gar keine Katze zugelegt haben. Doch gerade bei Kindern, die sich gerne ins Bett der Eltern schleichen, ist oft noch unklar, ob eine Allergie vorliegt. Gefährlich wird es vor allem für Asthmatiker, wenn mögliche allergische Reaktionen auf die Atemwege schlagen.
Katzenbabys, die frisch vom Muttertier und den Geschwistern getrennt wurden, solltest du allerdings nicht alleine lassen und ihnen daher zumindest in der Anfangszeit ein Plätzchen in deinem Schlafzimmer einrichten. Dafür muss es aber nicht dein Bett sein. Auch eine gemütliche Kuschelecke mit Decke oder ein Körbchen bieten sich als Alternativen an. Dein Tier kannst du auch für andere Schlafplätze außerhalb deines Schlafzimmers motivieren, indem du neben klaren Aussagen auch Leckerlis einsetzt.