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Katze fängt Vögel: Das kannst du tun

Katze Vogel Kaffeetasse
Katze Vogel Kaffeetasse (Bild: Pixabay/Susanne Jutzeler, suju-foto)
Wenn deine eigene Katze Vögel fängt und tötet, findest du das meistens alles andere als schön. Allerdings handelt es sich bei der Katze um ein Raubtier und das Jagen liegt ihr im Blut. Was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Hauskatzen stellen eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung der einheimischen Fauna dar. Während der Mäusefang oft sogar erwünscht ist, stellen viele Katzen aber auch andere Kleinsäuger den Vögeln nach. Nicht selten erbeuten sie dabei geschützte Arten und beliebte Singvögel.

Die beste Methode, deine Katze von der Jagd abzuhalten, besteht natürlich darin, sie gar nicht erst aus dem Haus zu lassen. Als reine Stubenkatze kommt sie nicht in die Nähe von Vögeln und deren Nester. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine Katze drinnen zu halten, nur dann, wenn sie von klein auf daran gewöhnt ist. Katzen, die den Freigang kennen, lassen sich in aller Regel nur noch schwer oder gar nicht an die reine Wohnungshaltung gewöhnen.

Eine Alternative zum Freigang können ein Katzengehege oder eine katzensichere Terrasse sein. Hier kann dein Stubentiger Frischluft genießen, ohne Vögeln nachzustellen. Zumindest im Mai und im Juni, wenn die besonders gefährdeten Jungvögel ausfliegen, sollten Katzen besser nicht frei umherstreifen.

Eine weitere Möglichkeit, Freigängern die Jagd zu erschweren, besteht darin, der Katze ein Halsband mit Glöckchen anzulegen. Achte aber unbedingt darauf, dass sich dieses von alleine leicht öffnet, falls die Katze irgendwo damit hängen bleiben sollte. Die Beutetiere hören den herannahenden Feind am Glöckchenklang schon aus weiter Ferne. Allerdings gelingt es vielen Katzen, sich gezielt so zu bewegen, dass das Glöckchen am Halsband keine Geräusche von sich gibt. Es gibt mittlerweile im Handel aber auch bunte Halskrausen, die die Vögel sicher warnen.

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Auch wenn es Tierfreunden schwerfällt – dort, wo Katzen im Freigang leben, sollten Vögel besser gar nicht erst angelockt werden. Futterstellen und Nistplätze sollten gut geschützt werden. Auch dichte Hecken und Büsche bieten Schutz vor den Samtpfoten.

Die Katze ist und bleibt eine Jägerin

Das Jagen kann man einer Katze nur schwer bis gar nicht abgewöhnen. Anders als ein Hund lässt sich eine Katze auch nur bedingt erziehen. Katzen jagen auch nicht, weil sie Hunger haben. Es ist ihr Instinkt, Beute zu greifen und totzuspielen. Wer sich eine Katze anschafft, der trägt die Verantwortung für ein kleines Raubtier. Es liegt nicht in der Natur der Katze, ihrem Menschen gefallen zu wollen und zu kooperieren. Darum lassen sich Katzen auch nur schwer bis gar nicht erziehen.

Im Gegensatz zum Hund ist die Katze im Freilauf auch meist für sich alleine unterwegs. Wenn sie Beute anpirscht und greift, bist du als Halter meist nicht in Sichtweite, um eingreifen zu können. Katzen bringen ihren Besitzern gerne Beute mit nach Hause. Dies ist ein Liebesbeweis einer Katze an ihren Menschen. Schreie und schimpfe also nicht, wenn ein Vogel auf dem Wohnzimmerteppich landet. Das würde die Katze weder verstehen, noch zum Anlass nehmen, nicht mehr zu jagen.

Wildernde Katzen sind ein echtes Problem für unsere einheimischen Singvögel. Aber auch für die Katze selbst kann die Jagd nach Beute gefährlich werden. Beispielsweise dann, wenn sie einem Beutetier folgt und dadurch vor ein Auto läuft. Auch Jäger sehen es in aller Regel nicht gerne, wenn Katzen in deren Gebiet wildern. Unter Umständen kann der Jagdausflug einer Katze dann auch vor der Flinte enden. Der Waidmann darf unter Umständen jagende Katzen erschießen.