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Katze erziehen: Mit diesen Tipps funktioniert es

Katze erziehen: Tipps und Tricks
imago images / Eyepix Group
Eines der gängigsten Vorurteile über Katzen lautet, dass sie sich nicht erziehen lassen. Das ist allerdings nicht zwangsläufig der Fall: Es kommt auf die richtige Herangehensweise an. Wie es mit der Erziehung deines Stubentigers klappt, erfährst du hier.

Welcher Katzenbesitzer musste sich noch nicht anhören, dass man Katzen gar nicht erziehen kann? Das ist jedoch falsch. Natürlich gestaltet sich die Erziehung einer Katze anders als die eines Hundes, unmöglich ist es aber dennoch nicht. Was du für eine erfolgreiche Katzenerziehung beachten solltest, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Am besten beginnst du bereits mit dem Einzug auch mit der Erziehung deines Kätzchens. Je früher du mit dem Beibringen verschiedener Regeln beginnst, desto besser. Ihr lebt zusammen und da sollte sich dein felliger Mitbewohner auch an die ein oder anderen Regeln halten. Übrigens kannst du auch ältere Katzen erziehen, das fordert allerdings deutlich mehr Geduld, da ältere Tiere bereits gewohnte Verhaltensweisen entwickelt haben.

Wichtig dabei ist, dass dir bewusst ist, dass Katzen nicht für dich gehorchen. Sie machen es entweder, weil sie selbst Gefallen daran haben oder weil sie eine Belohnung erwarten. So orientierst du dich auch an den natürlichen Instinkten deiner Katze.

Zur Belohnung bieten sich Leckerlis an. Diese sollten der Katze aber nur in geringen Mengen gegeben werden, sodass sie wegen eines potenziellen Erfolgs nicht zwangsläufig zunimmt. Am besten entscheidest du dich hier für kleine und gesunde Leckerlis, die deine Katze dennoch gerne mag.

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Die Erziehung sollte spielerisch und in kürzeren Einheiten erfolgen, so verliert deine Katze nicht die Lust am Lernen. Plane vorher, was du deinem Haustier gerne beibringen möchtest, übe regelmäßig und denke auch daran, deine Katze stets für Fortschritte und Gehorsam zu belohnen.

Eine Grundvoraussetzung für Erfolgserlebnisse bei der Erziehung deines Stubentigers ist eine katzengerechte Haltung. Hierzu gehören ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Plätze zum Liegen und Verstecken, nährstoffreiches Futter, eine saubere Katzentoilette, ausreichend frisches Wasser, Auslauf- und Spielmöglichkeiten und Aufmerksamkeit von dir. Durch ein gutes Verhältnis zwischen dir und deinem Liebling erleichterst du die Erziehung ebenfalls.

Jede Katze hat einen anderen Charakter und somit auch ein individuelles Lernverhalten. Das lässt sich nicht zwangsläufig an der Rasse festmachen, jedoch sind einige Rassen anhänglicher und menschenbezogener als andere. Wenn du über die Anschaffung eines Vierbeiners nachdenkst, empfiehlt es sich, dich vorab über das Gemüt und die Eigenarten verschiedener Rassen zu informieren.

Während eine Neva Masquerade beispielsweise sehr verschmust ist, gilt die Rasse der Somali eher als unabhängig und misstrauisch. Burma-Katzen sind sehr auf Menschen fixiert und genau wie Russisch Blau sehr lebhafte Katzen. Ein sehr eigenwilliges Gemüt wird der American Lynx nachgesagt. Für ihre Intelligenz bekannt ist dagegen die Maine-Coon-Katze, die auch sehr anhänglich und gesellig ist.

Grundlegende Verhaltensweisen sollten Katzen zuerst beigebracht werden

Wichtig ist vor allem, dass du deine Katze nicht überforderst und nicht zu viel auf einmal verlangst. Bring ihr vor allem zu Beginn Verhaltensweisen bei, die auch im Alltag nützlich sind.

Dazu gehört zum Beispiel, dass sich deine Katze gar nicht erst angewöhnt, auf den Esstisch oder die Arbeitsfläche in der Küche zu gehen. Setz sie zurück auf den Boden oder den Kratzbaum und sag ruhig, aber deutlich „Nein!“. Um zu vermeiden, dass deine Katze kratzt oder beißt, selbst wenn du sie nur streicheln willst, solltest du weder deine Hände noch deine Füße als Spielzeug für kleine Kätzchen einsetzen. Außerdem solltest du sie niemals gegen ihren Willen festhalten. Das fördert den Jagdtrieb der Katze und sie geht dem natürlichen Instinkt nach.

Ebenfalls sehr hilfreich ist es, wenn deine Katze bereits von klein an freiwillig in die Transportbox geht. Dieses Verhalten kannst du unterstützen, indem deinem Kätzchen die Box bereits vertraut ist: Lass die geöffnete Transportbox, ausgestattet mit einer Kuscheldecke oder Spielzeug, in der Wohnung stehen, spiel von der Box ausgehend auch mit der Katze. So ist die Box nichts Fremdes für dein Haustier.

Wenn du deiner Katze grundlegende Verhaltensweisen beigebracht hast, kannst du ihr auch weitere Tricks antrainieren. Hierzu eignet sich zum Beispiel das Training mit einem Clicker.

Das solltest du bei der Erziehung deines Stubentigers beachten

Für die erfolgreiche Erziehung deines Vierbeiners solltest du vor allem geduldig und ruhig bleiben. Überfordere deine Katze nicht und verlange keinesfalls zu schnell zu viel.

  • Bleib konsequent! Auch, wenn deine Katze einmal nicht hören sollte: Gib nicht klein bei und setz dich durch, nur so lernt deine Katze die von dir aufgestellten Regeln.
  • Bleib positiv und bestärke deinen Stubentiger. Durch Stress lernt die Katze nicht dazu und durch Bestrafung noch weniger. Belohne stattdessen die Fortschritte und ignoriere Ungehorsam. Anderenfalls nimmt dein Haustier nur wahr, dass sie auch bei Fehlverhalten mit Aufmerksamkeit belohnt wird.
  • Sollte deine Katze dennoch einmal nicht gehorchen, kannst du sie gegebenenfalls mit ein paar Tropfen Wasser bespritzen. Das empfindet dein Tier als Bestrafung, du verletzt sie dabei jedoch nicht.

Das solltest du bei der Katzenerziehung unbedingt vermeiden

Wende auf gar keinen Fall Gewalt an! Dadurch erreichst du maximal ein eingeschüchtertes und ängstliches Verhalten bei deinem Kätzchen. Erziehung sollte auch bei Tieren niemals gewaltsam verlaufen.

  • Werde nicht laut! Katzen haben ein viel besseres Gehör als Menschen. Durch Schreien oder Brüllen schmerzen deinem Kätzchen nur die Ohren und es nützt jedoch sonst nichts. Es genügt völlig, wenn du die Stimme etwas erhebst, wenn deine Katze einen Fehler gemacht hat.
  • Zwing deine Katze nicht. Gib deinem Tier Zeit, zu lernen, was es darf und was nicht.
  • Sei nicht nachtragend. Eine Katze weiß einige Zeit später nicht mehr, was sie falsch gemacht hat, ein nachträgliches Maßregeln bringt also nichts.