Wandern mit Hund: Was Sie dabei beachten sollten
Beate Uhmann, Sophia Auer
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Viele Hundehalter würden gerne mit ihrem Hund wandern gehen. Mit der richtigen Vorbereitung und mit einigen Tipps gelingt der Ausflug für Zwei- und Vierbeiner.
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Mit Hund wandern: Ist mein Vierbeiner dafür geeignet?
Wanderungen mit dem Hund können für das Tier und Sie selber aufregende Erlebnisse versprechen. Doch nicht jeder Hund ist körperlich dazu in der Lage, weite Wanderstrecken zu meistern. Das Alter des Tieres, Größe und weitere Aspekte spielen eine Rolle:
- Für anspruchsvolle Wanderstrecken sind sehr alte Hunde und Welpen definitiv nicht geeignet. Das Tier sollte über eine gewisse körperliche Reife und genügend Ausdauer verfügen. Auch Hunde mit Hüftproblemen sollten Sie bei Wandertouren nicht mitnehmen, da dies ihren Gelenken schaden könnte.
- Neben dem Alter und der allgemeinen Fitness des Tieres ist es auch wichtig, auf die Hunderasse zu achten. Hunderassen, deren Körperbau das Wandern eher ausschließt, sind beispielsweise Dackel, Mopse und Chihuahuas. Diese haben relativ kurze Beine und sind in bergigen Gebieten nicht trittsicher genug.
- Andere Hunderassen hingegen sind ideal für längere Wander- und Bergtouren. Vor allem agile Hunde wie Labradore, Huskys und Schäferhunde werden ihren Spaß an dieser Freizeitaktivität haben. Auch Hüte- und Jagdhunde gehen sehr gerne wandern und werden eine anspruchsvolle Tour gut durchhalten.
- Abgesehen von der Rasse und dem Alter des Tieres ist immer die individuelle Fitness des Tieres entscheidend. Gehen Sie mit Ihrem Hund oft sehr lange Strecken und hat das Tier bereits Wandererfahrung, steht Ihrem Erlebnis nichts mehr im Wege. Sollten Sie allerdings Zweifel an der Eignung Ihres Tieres haben, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin.
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Wanderungen mit Hund - das muss in den Rucksack
Wenn Sie sich dafür entscheiden, mit dem eigenen Hund wandern zu gehen, sollten Sie einige Dinge einpacken, die für eine angenehme Tour mit Hunden unerlässlich sind:
- Zunächst sollten Sie für Ihren Vierbeiner an ausreichend Wasser und Futter denken. Nutzen Sie hierfür idealerweise einen faltbaren Trinknapf, den Sie einfach in Ihren Wanderrucksack packen können. Besonders in den warmen Sommermonaten ist es sehr wichtig, den Hund ausreichend oft trinken zu lassen.
- Beim Futter sollten Sie auf Trockenfutter zurückgreifen. Dieses lässt sich einfach transportieren und kann bei wärmeren Temperaturen nicht verderben.
- Wie auch für den Menschen sollten Sie für Ihr Tier ein kleines Erste-Hilfe-Set dabei haben. Darin enthalten sind Desinfektionsmittel, eine Zeckenzange und eine Pinzette. Letztere kommt zum Einsatz, falls der Hund in etwas hineintritt.
- In den meisten Fällen ist auch eine Hundeleine ein wichtiges Utensil - besonders in stark frequentierten Gebieten. Die richtige Wahl ist hier eine Flexileine oder eine Hands-Free-Leine, die direkt um die Hüfte des Halters geschnallt werden kann. Zudem sollten Sie beim Wandern generell das Hundegeschirr einem Halsband vorziehen.
- Denken Sie auch an eine Hundedecke, auf der es sich der Vierbeiner bei Wanderpausen bequem machen kann.
- Ebenso kann ein Handtuch praktisch sein, um den Hund nach dem Baden oder bei Regen trocknen zu können.
- Haben Sie Bedenken, dass Ihr Hund verloren gehen könnte, dann kann ein GPS-Tracker eine Option sein. Dieser sorgt für den Ernstfall vor und kann vor allem in größeren Wandergebieten oder unbekannten Gegenden nützlich sein.
So verhalten Sie sich mit Ihrem Hund beim Wandern richtig
Nicht nur die Vorbereitung für die Wanderung, wie die Routenplanung und die Packliste, ist entscheidend. Wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner in der Natur unterwegs sind, ist das richtige Verhalten ebenso grundlegend. Vor allem in den Bergen sollten Sie sich hier informieren.
- Lassen Sie Ihren Hund nicht wildern oder Wildtiere jagen. Am besten halten Sie ihn daher die meiste Zeit an der Leine, um zu verhindern, dass sich sein Jagdinstinkt durchsetzt.
- Nehmen Sie Kotbeutel mit und entsorgen Sie die Hinterlassenschaften ordnungsgemäß. Das gilt vor allem auf den Wanderwegen, aber auch auf Feldern.
- Halten Sie Ihren Hund bei Begegnungen mit anderen Wanderern oder Hunden unter Kontrolle. Gerade auf engen Pfaden oder gefährlicheren Abstiegen sollten Sie neben Ihrer Sicherheit auch die der anderen berücksichtigen.