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Hundefrisuren und Fellpflege

Pompon-Pudel war gestern – Groomerin erklärt, was heute in ist

Pudel bei der Hundefriseurin (Symbolbild): Eine Groomerin spricht über neue Trends.
Pudel bei der Hundefriseurin (Symbolbild): Eine Groomerin spricht über neue Trends. Getty Images
Viele Halterinnen und Halter setzen heute auf pflegeleichte Hundefrisuren. Eine Groomerin erklärt, was sinnvoll ist – und welche Styling-Ideen tabu sind.

Während sich die Frisuren von Menschen im Laufe der Zeit stark verändert haben, bleiben die Haarschnitte bei Hunden erstaunlich konstant. Laut Ute Klaßen, Vorsitzende des Berufsverbandes der Groomer, gibt es für jede Hunderasse festgelegte Standardfrisuren, die teilweise seit über einem Jahrhundert bestehen. "Ein Foxterrier hat schon vor 100 Jahren so ausgesehen wie heute", erklärt Klaßen.

Veränderungen betreffen eher kleinere Details. Beispielsweise werden Hundeschnauzen aus Rücksicht auf die empfindlichen Tasthaare nicht mehr kurz geschoren. Zudem bevorzugen viele Besitzerinnen und Besitzer mittlerweile kürzeres Fell, da dies weniger Pflegeaufwand bedeutet. Der klassische Pompon-Pudel, einst ein beliebter Schnitt, ist heute fast ausschließlich auf Ausstellungen zu sehen. "Das wird sich kaum noch jemand im Alltag antun wollen", sagt Klaßen. Stattdessen setzen Pudelhalterinnnen und -halter auf praktische und pflegeleichte Frisuren.

Pflege für Gesundheit und Wohlbefinden

Die Fellpflege hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern dient auch der Gesundheit von Haut und Haaren des Hundes, betont Klaßen. In einigen Hundesalons werden sogar zusätzliche Wellness-Angebote wie Massagen oder Schlammpackungen für die Vierbeiner angeboten. Ein Besuch kann mit Baden und Föhnen mehrere Stunden dauern.

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Was bei der Fellpflege verboten ist

Doch nicht alle Wünsche von Hundebesitzerinnen und -besitzern werden erfüllt. Nicht alles, was modisch erscheint, ist auch erlaubt oder sinnvoll. Das Färben von Strähnen im Fell sei tabu, ebenso das Lackieren von Krallen des Vierbeiners, stellt Klaßen klar. Solche Eingriffe sind nicht nur unnatürlich, sondern können auch das Wohlbefinden des Tieres beeinträchtigen.

Groomer: Ein Beruf ohne Schutz

In Deutschland ist die Bezeichnung Groomer oder Hundefriseur/-friseurin rechtlich nicht geschützt. Daher gibt es keine genauen Statistiken darüber, wie viele Menschen in diesem Beruf tätig sind. Klaßen schätzt jedoch, dass es ungefähr so viele gibt wie Tierärztinnen und Tierärzte.