Hund kuschelt nicht mit Ihnen: Ursache Rudelführer und mehr
Annika Bernds
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Wenn Ihr Hund nicht mit Ihnen kuschelt, kann das daran liegen, dass er sich selbst und nicht Sie als Rudelführer betrachtet. Aus diesem Grund kann er sich nicht ausreichend für eine Kuscheleinheit entspannen.
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Der falsche Rudelführer: Hund kuschelt nicht mit Ihnen
Der Hund wird häufig als der beste Freund des Menschen bezeichnet. Dennoch möchte nicht jeder Vierbeiner unbedingt mit seinem Herrchen kuscheln. Der Grund dafür kann von Tier zu Tier sehr unterschiedlich sein.
- Für das Wohlempfinden Ihres Hundes sollte das Tier wissen, dass Sie der Rudelführer sind und es nicht die Aufgabe hat, Sie und Ihr Heim vor etwas oder jemandem zu beschützen. Nur dann fällt es den meisten Hunden leicht, sich zu entspannen und auch Kuscheleinheiten zuzulassen.
- Fühlt sich ein Hund gestresst, kann er Ihre Zuwendung und Streicheleinheiten kaum genießen und duldet diese eher oder ergreift irgendwann die Flucht vor Ihnen.
- Bei einer klaren Rollenverteilung zwischen Mensch und Hund kann es dennoch dazu kommen, dass Ihr Hund nicht gerne mit Ihnen kuschelt, weil er zum Beispiel in der Welpenzeit nicht richtig mit anderen Hunden und/oder Menschen sozialisiert wurde.
- Auch schlechte Erfahrungen aus der Vergangenheit können die Ursache für das Verhalten sein. Vor allem bei Hunden aus der Tiervermittlung oder dem Tierheim ist es häufig schwierig zu sagen, was die Tiere erlebt haben und wie sich diese Erfahrungen auf ihr Hundeleben auswirken.
- Manchmal liegt es aber auch einfach am Hund selbst und seinem Charakter, dass er nicht mit Ihnen kuscheln mag.
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So klappt es besser mit dem Streicheln
Hunde, die nicht gerne kuscheln, sollten dazu auch nicht gedrängt werden. Überprüfen Sie allerdings vorher einmal, ob Sie nicht auch ein paar typische Fehler beim Streicheln machen, die Ihren Hund irritieren oder abstoßen könnten.
- Versuchen Sie Ihren Hund nicht mit Liebe zu überschütten und ihn ständig zu streicheln. Das wird vielen Tieren zu viel und sie suchen eher das Weite als Ihre Nähe.
- Verzichten Sie auch darauf, Ihren Hund zur Beruhigung zu streicheln, beispielsweise wenn er verängstigt ist oder bellt. Durch das Streicheln bestätigen Sie ihn nur in seinem Verhalten.
- Streicheln Sie Ihren Hund nicht im Gesicht. Das mögen viele Tiere nicht. Stattdessen werden einige Vierbeiner gerne hinter den Ohren gekrault.
- Beim Spielen oder während des Trainings sollten Sie ebenfalls davon absehen, Ihren Hund zu streicheln. Die Streicheleinheiten lenken das Tier nur ab und irritieren es.
- Am besten warten Sie darauf, dass Ihr Hund selbst die Nähe zu Ihnen sucht und Ihnen zu verstehen gibt, dass er gestreichelt werden will.