Hund bestrafen: Diese Möglichkeiten gibt es
Alina Gerhard, Antonia Jentsch
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Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihren Hund bestrafen können, wenn er unerwünschtes Verhalten gezeigt hat. Gewalt ist aber nie eine Option.
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Hund bestrafen: So funktioniert es:
Im Idealfall organisieren Sie Ihre Hundeerziehung rein auf dem Prinzip der positiven Verstärkung. Das heißt, Sie belohnen Ihren Hund für erwünschte Verhaltensweisen, um diese zu stärken. Dennoch müssen Sie Ihrem Hund auch negative Verhaltensmuster verdeutlichen.
- Hunde handeln nie böswillig, sondern immer nur bequem. Das gezeigte Verhalten hat immer einen Grund: Vielleicht hat er ein Kommando von Ihnen noch nicht richtig verstanden oder er ist überfordert. Lassen Sie sich also nicht zu schnell verärgern.
- Hinzu kommt, dass Sie ein zu 100 % verlässliches Unterlassungswort (z. B. "Aus") brauchen. Nutzen Sie dies aber nur in Tadelsituation und gleichzeitig mit dem zu bestrafenden Verhalten, sonst führt dies zu Verwirrung. Gewalt ist niemals gerechtfertigt als Mittel des Tadels.
- Wenn alle Methoden nicht mehr funktionieren, können Sie negatives Verhalten auch durch einen Spritzer aus einer Wasserpistole auf Ihren Hund unterbinden.
- Schalten Sie sofort zu Loben und Lächeln um, sobald Ihr Hund wieder erwünschtes Verhalten zeigt und brav ist. Auch Belohnungen in Form von Leckerlies sind angebracht.
- Des Weiteren müssen Sie immer die Ruhe bewahren und Ihr Unterlassungswort oder Abbruchkommando mit lauter, tiefer und fester Stimme aussprechen. So signalisieren Sie Autorität. Die Kommandos dürfen sich auch nicht ändern und müssen immer gleich ausgesprochen werden.
- Bei Welpen kann kurzzeitiges Ignorieren bei unerwünschten Verhaltensweisen, wie z. B. Anspringen, helfen. Erfolgreiche Verhaltensweisen behält ein Welpe bei. Verschränken Sie für das Ignorieren die Arme und wenden Sie Ihren Oberkörper und Blick ab. Dies machen Sie so lange, bis der Welpe aufgehört hat.
- Generell müssen Sie geduldig und konsequent sein, wenn Sie Ihrem Hund Befehle beibringen. Am besten lernen Hunde in kurzen sowie einfachen Trainingseinheiten. Nehmen Sie sich auch einen Hundetrainer zur Hilfe.
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Hunde niemals mit Gewalt bestrafen
Achtung: Sie dürfen Ihrem Hund niemals Gewalt oder Schmerzen zufügen. Von solchen sogenannten aversiven Trainingsmethoden durch Abschreckung oder andere unangenehme Reize ist dringend abzuraten. Ihr Vierbeiner könnte dadurch womöglich zutiefst verängstigt oder verunsichert werden und das Vertrauen zu Ihnen verlieren.
- Gewalt in der Hundeerziehung kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen. Ihr Hund könnte z. B. Angsstörungen, Depressionen oder auch Aggressionen entwickeln.
- Nutzen Sie deshalb niemals "Hilfsmittel" wie ein Würgehalsband, Brüllen, das Bewerfen des Hundes mit Gegenständen, starken Leinenruck, Einschüchterung, den Schnauzengriff oder das Niederdrücken des Hundes.
- Zudem sollten Sie Ihren Hund niemals mit Futterentzug bestrafen. Erstens würde das Timing nicht passen. Wenn Sie Ihrem Tier 3 Stunden nach gezeigtem Verhalten kein Futter geben, kann er das nicht verknüpfen. Zweitens verstößt es gegen die Tierschutzrichtlinien, seinen Hund hungern zu lassen.