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Ab welchem Alter bekommt man keinen Hund mehr? Das sollten Sie wissen

Ab welchem Alter bekommt man keinen Hund mehr? Es ist nie zu spät!
imago images / PHOTOMAX
Mancher Rentner wünscht sich ein Haustier als Gesellen im Alter. Aber ab welchem Alter ist man zu alt, um einen Hund zu bekommen? Das lesen Sie hier.
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Ab welchem Alter bekommt man keinen Hund mehr?

Die gute Nachricht vorab: Das Alter allein ist kein Grund, dass Ihnen als Rentner bzw. als Rentnerin ein Hund oder anderes Haustier verweigert wird. Im Gegenteil! Menschen leben im Alter oft in stabileren Verhältnissen, die weniger von unvorhergesehenen Veränderungen wie Familienzuwachs oder Partnerwechsel geprägt sind. Zudem haben Sie im Alter wahrscheinlich mehr Zeit als früher, sich um Ihren vierbeinigen Liebling zu kümmern. Dennoch ist es sinnvoll, sich vorab genau über die Bedürfnisse eines Hundes zu informieren.

  • Hunde benötigen regelmäßig Auslauf und müssen mehrfach täglich nach draußen, und das oft schon früh am Morgen und bei jedem Wetter. Selbst bei Glätte oder Regen müssen Sie dazu bereit sein. Eine gewisse körperliche Fitness sollten Sie also mitbringen. Andererseits wird Sie Ihr Vierbeiner auch motivieren, sich fit zu halten. Nebenbei kommen Sie mit einem Hund meist leicht mit anderen Hundebesitzern in Kontakt. 
  • Informieren Sie sich vorher gut über die speziellen Bedürfnisse der Hunderasse und fragen Sie im Tierheim oder beim Züchter nach. Jagdhunde oder Windhunde haben ein besonders ausgeprägtes Bedürfnis nach Bewegung. Molosser, zu denen Bernhardiner oder Doggen gehören, brauchen eine starke Hand und entwickeln viel Kraft. Einfacher zu halten sind dagegen ein kleiner Mops, Pudel oder Havaneser. Größere, aber sehr menschenbezogene und unkomplizierte Hunde sind Labrador Retriever. 
  • Gerade im Alter wird der Haushalt oft zur Last. Unterschätzen Sie nicht den Aufwand, den ein Haustier verursacht. Ein Hund verliert Haare und wird auch mit schmutzigen Pfoten die Wohnung betreten. Sie müssen realistisch einschätzen, ob Sie dazu bereit sind, täglich staubzusaugen und ob Sie den einen oder anderen Schaden an Teppich, Tapete oder Mobiliar verschmerzen können. 

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Rhodesian Ridgeback (Canis lupus f. familiaris), ein aelterer Mann sitz auf dem Sofa und streichelt seine zwei Hunde Rhodesian Ridgeback (Canis lupus f. familiaris), elderly man sitting on a sofa, caressing his two dogs BLWS141644
imago images / blickwinkel

Ein Hund als treuer Lebensabschnittspartner

Ein Hund ist mehr als nur eine Anschaffung. Mit einem Haustier geht man eine Beziehung für einen Lebensabschnitt ein. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines großen Hundes liegt bei zehn, die eines kleineren bei zwölf oder dreizehn Jahren, je nach Rasse und Haltung. Besonders Rentner entwickeln häufig eine besonders innige Beziehung mit ihrem Hund. Entwickeln Sie am besten eine Strategie, die Ihnen auch im Alter hilft auf Dauer mit Ihrem Haustier zusammen zu bleiben.

  • Sorgen Sie vor. Erkundigen Sie sich langfristig nach einer Unterkunft für sich und Ihr Haustier für den Fall, dass Sie nicht mehr alleine in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung leben können. Es gibt Möglichkeiten des betreuten Wohnens, die Hunde erlauben. Organisieren Sie eine Haushaltshilfe, die sich mit Hunden auskennt und sich im Notfall auch zeitlich begrenzt um Ihr Tier kümmern kann.
  • Holen Sie Nachbarn mit ins Boot. Vielleicht wollen Jugendliche von nebenan hin und wieder mit Ihrem Hund spazieren gehen. Leichter fällt das allen Beteiligten, wenn der Hund von Anfang an noch weitere Bezugspersonen außer Ihnen hat. Findet sich kein freiwilliger Helfer, so gibt es auch Hundepaten, die für ein Taschengeld mit Hunden spazieren gehen.  
  • Ältere Hunde sind oft ruhiger und besonnener als Welpen. Eventuell ist ein älterer Hund aus dem Tierheim eine Alternative für Sie. Er wird sich bei Ihnen sicherlich auch wohler fühlen als in einer Familie mit kleinen Kindern und besonders dankbar für Ihre Fürsorge sein.  
  • Kümmern Sie sich bei Zeiten um eine Betreuungsalternative für den Hund für den Fall, dass Sie einmal krank sind. Bahnen Sie gegebenenfalls eine mögliche Adoption Ihres Hundes durch geeignete Personen an, falls Sie im hohen Alter sind und eine realistische Möglichkeit besteht, dass Sie den Hund nicht bis zu dessen Lebensende begleiten können. In diesem Fall ist es günstig, wenn der Hund diese Personen möglichst von Anfang an gut kennt. Eine derartige Vereinbarung entlastet Sie von der Verantwortung. 
  • Haben Sie nicht zu viele Bedenken. Wenn Sie sich fit fühlen und gut informieren, spricht gar nichts gegen ein Haustier. Erfahrungsgemäß erfahren Haustiere gerade von Rentnern viel Liebe und Fürsorge. Auch Herrchen und Frauchen sind im Alter weniger einsam und sportlich aktiver, wenn sie einen Hund haben. Ein Haustier wird Sie jung halten und Einsamkeit im Alter vorbeugen, weil man durch Hunde leicht soziale Kontakte knüpft. Nicht Wenige hatten zuerst einen Hund und dann ein ganzes Rudel Freunde.