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Snack-Check

Dürfen Hunde Blaubeeren essen? Die Menge macht den Unterschied

Blaubeeren sind für viele Hunde ein leckerer süßer Snack.
Blaubeeren sind für viele Hunde ein leckerer süßer Snack. Getty Images/Eva Blanco
Blaubeeren gelten als gesunder Snack für Hunde, doch zu viele Beeren können die Verdauung belasten. Worauf du bei der Zubereitung achten solltest.

Dürfen Hunde Blaubeeren essen? Ja, reife Blaubeeren sind für Hunde in kleinen Mengen erlaubt. Die kleinen Beeren sind nicht giftig und können als Snack oder Topping im Napf eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie enthalten unter anderem Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Trotzdem sollten Halterinnen und Halter Blaubeeren nicht unbegrenzt füttern. Denn auch gut verträgliches Obst kann bei zu großen Mengen den Magen-Darm-Trakt belasten. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob dein Hund Blaubeeren essen darf, sondern auch, wie viele Beeren für ihn passend sind.

Viele Hunde mögen den süßlichen Geschmack der kleinen Früchte. Blaubeeren, die auch Heidelbeeren oder Bickbeeren heißen, eignen sich aber nicht als Hauptbestandteil der Ernährung. Sie bleiben ein kleiner Zusatz zum Futter oder eine Belohnung zwischendurch. Wenn dein Hund sie zum ersten Mal bekommt, solltest du mit einer sehr kleinen Menge starten. So erkennst du schnell, ob er die Beeren gut verträgt.

Dürfen Hunde Blaubeeren essen oder sind sie giftig?

Hunde dürfen Blaubeeren essen, denn reife Heidelbeeren enthalten keine für Hunde giftigen Bestandteile. Fruchtfleisch und Schale können mitgefüttert werden. Schälen musst du die Beeren deshalb nicht.

Stiele solltest du jedoch entfernen, weil sie zäh und schwerer verdaulich sein können. Auch unreife, schmutzige oder stark verarbeitete Blaubeeren sind keine gute Wahl. Wenn du wilde Blaubeeren selbst sammelst, solltest du keine Früchte vom Waldboden oder aus Bodennähe nehmen. Dort kann ein Risiko durch den Fuchsbandwurm bestehen. Tiefgekühlte wilde Blaubeeren sind die sicherere Alternative.

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Warum Blaubeeren für Hunde gesund sein können

Blaubeeren enthalten Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin, Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Anthocyane. Vitamin C kann das Immunsystem unterstützen, Vitamin K spielt eine Rolle bei der Blutgerinnung. Beta-Carotin kann der Körper in Vitamin A umwandeln.

Besonders wertvoll sind Blaubeeren wegen ihrer Antioxidantien. Diese können freie Radikale abfangen und die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Auch für ältere Hunde werden Blaubeeren oft interessant, weil sie mit der Gehirnfunktion in Verbindung gebracht werden. Die Ballaststoffe können zusätzlich die Verdauung unterstützen.

Trotzdem gilt: Blaubeeren machen aus einer unausgewogenen Fütterung keine gesunde Ernährung. Sie können den Speiseplan ergänzen, sollten aber nur einen kleinen Anteil ausmachen.

Wie viele Blaubeeren darf ein Hund essen?

Die richtige Menge hängt von Größe, Gewicht und Verträglichkeit deines Hundes ab. Als Orientierung gelten kleine Portionen:

  • kleine Hunde: etwa 2 bis 4 Blaubeeren pro Tag
  • mittelgroße Hunde: etwa 5 bis 8 Blaubeeren pro Tag
  • große Hunde: bis zu 10 Blaubeeren pro Tag
     

Wenn dein Hund noch nie Blaubeeren gefressen hat, beginne mit einer einzelnen Beere. Danach kannst du beobachten, ob er sie gut verträgt. Mögliche Reaktionen sind Durchfall, Blähungen, Erbrechen, Juckreiz oder Hautveränderungen. Allergien kommen selten vor, sind aber möglich.

Zu viele Blaubeeren können die Verdauung belasten. Dann kann ein eigentlich geeigneter Snack Bauchgrummeln, weichen Kot oder Blähungen auslösen.

Blaubeeren für Hunde richtig vorbereiten

Frische Blaubeeren solltest du vor dem Füttern gründlich waschen. So entfernst du Schmutz und mögliche Rückstände. Für kleine Hunde, Welpen oder hastige Fresser ist es besser, die Beeren leicht zu zerdrücken oder zu pürieren. Dadurch lassen sie sich leichter aufnehmen.

Gefrorene Blaubeeren können an warmen Tagen eine erfrischende Abwechslung sein. Am besten lässt du sie vorher etwas antauen und zerdrückst sie. Ganze, sehr harte Tiefkühlbeeren sind für kleine Hunde nicht ideal.

Getrocknete Blaubeeren sind weniger geeignet. Durch den Wasserentzug ist der Zucker deutlich konzentrierter, außerdem können Zuckerzusätze enthalten sein. Blaubeermarmelade, Blaubeersaft, gesüßter Blaubeerjoghurt oder Gebäck mit Blaubeeren gehören ebenfalls nicht in den Hundenapf.

Dürfen Welpen Blaubeeren essen?

Welpen dürfen Blaubeeren erst bekommen, wenn sie bereits feste Nahrung aufnehmen. Dann sollten die Beeren immer zerdrückt oder püriert werden. So sinkt das Risiko, dass junge Hunde die Früchte im Ganzen verschlucken.

Die Portion sollte bei Welpen besonders klein bleiben. Ihr Verdauungssystem ist noch empfindlich und muss neue Lebensmittel langsam kennenlernen. Wenn dein Welpe nach Blaubeeren Durchfall, Erbrechen oder andere Auffälligkeiten zeigt, solltest du sie nicht weiter füttern.

Können Blaubeeren Hunden bei Durchfall helfen?

Blaubeeren enthalten Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen können. Bei manchen Hunden können sie dazu beitragen, überschüssige Flüssigkeit im Darm zu binden. Gleichzeitig können zu viele Beeren Durchfall oder Blähungen auslösen.

Bei einer empfindlichen Verdauung solltest du deshalb besonders vorsichtig dosieren. Bei starkem, länger anhaltendem oder wiederkehrendem Durchfall sind Blaubeeren keine Lösung. Dann sollte dein Hund in einer Tierarztpraxis untersucht werden.

Fazit: Hunde dürfen Blaubeeren essen, aber die Menge ist entscheidend

Hunde dürfen Blaubeeren essen, wenn die Beeren reif, sauber und unverarbeitet sind. In kleinen Portionen können sie ein nährstoffreicher Snack sein und das Futter sinnvoll ergänzen. Wichtig ist, die Menge an Größe und Verträglichkeit deines Hundes anzupassen. Frische oder angetaute tiefgekühlte Blaubeeren sind besser geeignet als verarbeitete Produkte. Reagiert dein Hund empfindlich, solltest du Blaubeeren nicht weiter füttern.