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Vorsicht im Alltag

Nicht einfach Essensreste verfüttern: Diese Lebensmittel sind für Hunde tabu

Erschien in Kooperation mit
Viele Hunde schnüffeln neugierig an Lebensmitteln – doch einige sind für sie tabu.
Viele Hunde schnüffeln neugierig an Lebensmitteln – doch einige sind für sie tabu. Getty Images/nikkimeel
Einige Lebensmittel können für Hunde lebensgefährlich werden. Schon kleine Mengen reichen im Ernstfall aus, um eine Vergiftung auszulösen.

Viele Hunde sitzen sofort erwartungsvoll am Tisch, sobald das Essen serviert wird, und hoffen auf einen Bissen. Ein kleiner Happen vom Teller wirkt dabei oft unproblematisch. Doch nicht alles, was Menschen problemlos essen können, ist auch für Hunde geeignet. Manche Lebensmittel können die Gesundheit stark beeinträchtigen und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. KUKKSI zeigt, welche Nahrungsmittel keinesfalls im Napf deines Hundes landen sollten.

Wenn nach dem Essen Reste übrig bleiben, bekommen Hunde diese oft zu fressen. Dabei ist Vorsicht wichtig. Der Stoffwechsel von Hunden funktioniert deutlich anders als der des Menschen. Zahlreiche Speisen enthalten Gewürze, Fett oder andere Bestandteile, die für Vierbeiner schwer verträglich oder sogar schädlich sein können. Deshalb eignen sich Essensreste grundsätzlich nicht als regelmäßiges Futter. Hinzu kommen viele Lebensmittel, die Hunde gar nicht bekommen dürfen.

Lebensmittel, die Hunde nicht fressen dürfen

1. Alkohol

Schon kleine Mengen Alkohol können bei Hunden schwere Vergiftungen hervorrufen. Ihr Körper kann Alkohol nicht so abbauen wie der menschliche Organismus. Dadurch können Atemnot, Störungen der Koordination, Krampfanfälle oder sogar Lebensgefahr entstehen.

2. Avocados

Avocados enthalten Persin. Dieser Stoff kann bei Hunden gesundheitliche Beschwerden auslösen und vor allem Herz und Kreislauf belasten.

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3. Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln und Knoblauch sind für Hunde besonders riskant. Die enthaltenen Schwefelverbindungen können rote Blutkörperchen zerstören und so eine Blutarmut (Anämie) verursachen. Selbst geringe Mengen können bereits Folgen für die Gesundheit haben.

4. Auberginen, Tomaten und Kartoffeln

Diese Gemüsesorten enthalten Solanin, das für Hunde giftig sein kann. Vor allem rohe Kartoffeln sollten deshalb nicht verfüttert werden. Gekochte Kartoffeln sind in kleinen Mengen dagegen meist unbedenklich. Auch bei Paprika ist Vorsicht nötig, besonders bei unreifen Früchten.

5. Obstkerne

Die Kerne von Pflaumen, Aprikosen, Kirschen und anderen Steinfrüchten enthalten Cyanid-Verbindungen. Diese können im Verdauungstrakt in Blausäure umgewandelt werden. Im schlimmsten Fall kommt es zu schweren Vergiftungen und Atemproblemen.

6. Rohe Hülsenfrüchte

Bohnen, Kichererbsen und andere Hülsenfrüchte sollten Hunde niemals roh bekommen. Sie enthalten Stoffe, die schwer verdaulich und teils gesundheitsschädlich sind.

7. Rosinen und Weintrauben

Bereits geringe Mengen können bei empfindlichen Hunden schwere Vergiftungen verursachen. In manchen Fällen droht sogar ein akutes Nierenversagen.

8. Schokolade und Kakao

Schokolade zählt zu den bekanntesten Gefahren für Hunde. Sie enthält Theobromin, einen Stoff, den Hunde nur sehr langsam abbauen. Abhängig von Menge und Kakaoanteil kann es zu Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen und im schlimmsten Fall zum Tod kommen.

9. Rohes Fleisch

Vor allem rohes Schweinefleisch kann für Hunde gefährlich werden. Es besteht das Risiko einer Infektion mit dem Aujeszky-Virus, das schwere Entzündungen von Nerven und Gehirn auslösen kann und fast immer tödlich verläuft.

Was bei einer Vergiftung deines Hundes zu tun ist

Hat ein Hund möglicherweise etwas Gefährliches gefressen und zeigt Anzeichen wie Durchfall, Erbrechen, Fieber, Zittern oder Koordinationsprobleme, sollte sofort ein Tierarzt oder eine Tierärztin aufgesucht werden. Auch wenn die aufgenommene Menge zunächst klein wirkt, kann eine schnelle Behandlung entscheidend sein. Je früher eine Vergiftung erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr als einmal zu wenig die Tierarztpraxis kontaktieren. Wer weiß, welche Lebensmittel für Hunde riskant sind, kann viele Gefahren im Alltag schon vorher vermeiden.