Kratzbaum für Katzen selber bauen: Die besten Tipps
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Baust du selber einen Kratzbaum, hat das den unschätzbaren Vorteil, dass du den Baum auf deine Wohnung und die Bedürfnisse deiner Katzen abstimmen kannst. Wie du deinen Kratzbaum gestaltest, hängt – von der Geschmacksfrage einmal abgesehen – auch von den räumlichen Gegebenheiten und deinen Katzen ab.
- Hast du Freigänger-Katzen, benötigen die in der Regel nur einen ruhigen Platz zum Schlafen.
- Bei Indoor-Katzen – insbesondere wenn sie noch sehr jung sind – sieht es wieder etwas anders aus. In diesem Fall ist ein möglichst großer Kratzbaum angesagt, der viel Platz zum Toben, Spielen und Schlafen bietet.
Kurzum: Am besten ist ein Kratzbaum mit vielen verschiedenen Ebenen, sowohl in der Breite als auch in der Höhe.
Wir zeigen dir nachfolgend verschiedene Materialien, die du dir ganz nach Bedarf für deinen individuellen Kratzbaum zusammenstellen kannst.
Bevor du dir das Material besorgst, solltest du allerdings zumindest einen groben Plan haben, wie dein Katzenkratzbaum letztendlich aussehen soll. Zum Improvisieren wirst du anschließend immer noch genug Gelegenheit haben, denn während des Bauens kommen meistens noch viele spontane Ideen.
Hinweis: Bei Schrauben und Gewinden solltest du nicht sparen, da der Kratzbaum später einiges aushalten muss. Wähle dementsprechend massive Schrauben und stabile Gewinde aus.
Die unterschiedlichen Ebenen des Kratzbaums
Jeder Kratzbaum besteht in der Regel aus verschiedenen Ebenen, die den Stubentigern als Beobachtungsposten bzw. Ruheplätze dienen.
Hierfür benötigst du Platten, die allerdings nicht zu klein sein sollten. Orientiere dich dabei nicht an handelsüblichen Kratzbäumen, denn die Flächen sind beinahe immer zu klein.
- Die Katzen benötigen Platz, um sich auch mal gemütlich ausstrecken zu können.
- Außerdem kannst du auf entsprechend großen Ebenen diverse Kuschel-Höhlen, Körbchen oder ähnliches platzieren.
Die Platten müssen nicht allzu massiv und damit unnötig schwer sein. Eine Katze bringt im Regelfall auch nicht allzu viel auf die Waage. Sind die Platten unterschiedlich groß, macht das deinen Kratzbaum nicht nur optisch viel ansprechender, sondern bietet den Katzen auch ausreichend Abwechslung.
Dabei musst du aber kein Vermögen ausgeben:
- In nahezu jedem Baumarkt findest du in der Holz-Abteilung eine Ecke, in der Reststücke sehr preiswert verkauft werden. Dort findest du sicherlich passende Elemente.
- Ansonsten lässt du dir einfach Spanplatten zuschneiden.
Das Aussehen der Platten ist dabei vollkommen gleichgültig, da sie später bezogen werden.
Die einzige Platte, die tatsächlich möglichst schwer sein muss, ist die unterste, die das Fundament bildet. Da auf ihr der gesamte Kratzbaum ruht und sie diverse Attacken von spring- und spielwütigen Katzen standhalten muss, solltest du nach einer sehr stabilen Platte Ausschau halten. Küchenplatten bieten sich beispielsweise an, da sie in der Regel sehr massiv sind.
Abschließend versiehst du die Platten mit einem passenden Bezug. Das kann:
- Teppich
- Plüsch
- oder Stoff
sein. Bei Plüsch solltest du allerdings beachten, dass du davon nur sehr schwer die feinen Haare deiner Katzen lösen kannst.
Den Bezug kannst du an die Platten-Ränder tackern. Wenn dein Kratzbaum nicht allzu groß ist, ist es aber besser, die Bezüge mit Reißverschlüssen zu versehen. Das ist im ersten Moment natürlich mehr Arbeit, dafür kannst du sie später jederzeit abnehmen und waschen.
Natürlich lässt sich auch bei den unteren Platten der Bezug fest anbringen und nur auf den oberen Ebenen – wo Katzen meistens liegen – ein wechselbarer Bezug befestigen.
Die Kratzstämme für deine Haustiere
Ein weiterer wichtiger Bestandteil eines jeden Kratzbaums sind die Stämme. Auch hier hast du wieder unterschiedliche Optionen, wobei sich die verschiedenen Stamm-Arten natürlich auch mischen lassen.
- Du kannst Vierkanthölzer genauso verwenden wie Rundhölzer.
Hast du einige relativ große Platten eingeplant, nimmst du lieber zwei etwas dünnere Stämme, die du versetzt darunter anbringst. Die bieten der Ebene deutlich mehr Halt als ein einziger Stamm in der Mitte.
Die Stämme lässt du entweder so, wie sie sind, oder du umwickelst sie mit Sisalseil. Das ist allerdings nicht ganz billig. Stattdessen kannst du die Stämme auch mit Teppich umwickeln.
Sehr schön sehen naturbelassene Äste aus, die du in beinahe jedem Garten findest. Das Holz muss natürlich gesund sein und die Äste entsprechend kräftig. Alternativ kannst du auch bereits fertige Sisalstämme einsetzen.
Egal, für welche Stämme du dich entscheidest, achte unbedingt darauf, dass sie stabil sind und verwende keine zu weichen Hölzer. Ansonsten haben deine Katzen den Stamm schnell durchgekratzt.
Wie im Paradies: Kuschelhöhlen für die Katzen
Nachdem der Kratzbaum fertiggestellt ist, braucht er nur noch ein wenig Fein-Tuning – schließlich soll er deinen Katzen auch gefallen.
- Lege auf einer oder zwei Platten große, gemütliche Kissen aus – Katzen wissen das sehr zu schätzen.
- Auf einer anderen Ebene solltest du eine Kuschelhöhle platzieren, sodass sich der Vierbeiner gelegentlich „verstecken“ kann.
- Sehr gut kommen immer kleine Duftkissen mit Katzenminze oder Baldrian an, die du entweder aufhängen oder irgendwo hinlegen kannst. Die Duftkissen kannst du auch ganz leicht selber herstellen.
- Auch das eine oder andere Katzenspielzeug solltest du noch an den Kratzbaum hängen. Sehr beliebt sind zusammengebundene Federn von großen Vögeln, die du während der Mauser überall im Wald findest.