Katze bettelt trotz halbvollen Napfs? Das kann dahinterstecken
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Tatsächlich lassen viele Katzen Futterreste zurück, vor allem am Rand des Napfes, und tun gleichzeitig so, als hätten sie seit Stunden nichts mehr bekommen. Hinter diesem auf den ersten Blick widersprüchlichen Verhalten stecken mehrere nachvollziehbare Gründe.
Darum bleibt Futter am Napfrand liegen
Wie Katzen fressen, ist von Tier zu Tier sehr unterschiedlich. Manche schlingen jede Mahlzeit in Rekordzeit herunter, während andere immer wieder Reste übrig lassen. Häufig hört man die These, Katzen würden die Futterstücke am Rand schlicht nicht sehen, weil ihre Sehfähigkeit im Nahbereich begrenzt ist – und tatsächlich können sie auf kurze Distanz nicht besonders gut erkennen.
Beim Fressen verlassen sich Katzen jedoch nicht nur auf ihre Augen. Sie orientieren sich stark über ihren ausgeprägten Tastsinn: Vor allem die Schnurrhaare und die Zunge helfen ihnen, die Nahrung im Napf genau wahrzunehmen und zu ertasten.
Eine weitere mögliche Ursache ist der sogenannte „Schnurrhaar-Stress“. Gerade enge oder tiefe Näpfe führen dazu, dass die feinen Schnurrhaare beim Fressen ständig am Rand anstoßen. Diese dauerhafte Reizung kann für deine Katze unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Die Folge: Sie meidet instinktiv die Randbereiche des Napfes – dort bleibt dann Futter liegen.
Instinkte aus der Wildnis wirken bis heute nach
Auch der Ursprung der Katze als Wildtier beeinflusst ihr Fressverhalten. Katzen sind von Natur aus darauf programmiert, über den Tag verteilt mehrere kleinere Portionen zu fressen, statt wenige große Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Dieser Rhythmus hat sich in der Evolution entwickelt, um Energie beim Jagen möglichst effizient zu nutzen.
Hauskatzen haben sich dieses Muster beibehalten. Bekommen sie eine große Menge Futter auf einmal, nehmen sie häufig nur einen Teil davon auf und kommen später wieder an den Napf zurück. Dass Reste übrig bleiben, ist daher meist ein völlig normales, instinktives Verhalten.
Warum Katzen beim Futter so wählerisch sind
Der Ruf der Katze als Feinschmecker kommt nicht von ungefähr. Viele Tiere sortieren im Napf unbewusst bestimmte Bestandteile aus, weil sie ihnen nicht zusagen. Ob der Napf leer gefressen wird, hängt unter anderem von Geschmack, Geruch und Konsistenz des Futters ab – sogar die Größe der Fleischstücke kann eine Rolle spielen.
Frische Futterportionen sind besonders attraktiv
Auch der Frischegrad des Futters beeinflusst, wie gern deine Katze frisst. Nassfutter, das längere Zeit im Napf bleibt, verändert Geruch und Textur und wirkt für die feine Katzennase schnell unappetitlich. Riecht das Futter alt oder abgestanden, wird es häufig ignoriert. Bietest du dagegen eine frische Portion an, fressen viele Katzen plötzlich wieder mit großem Appetit.
Das Original zu diesem Beitrag "Darum lassen Katzen das Futter am Napf-Rand liegen" stammt von KUKKSI.
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