Pharaonenhund: Athletischer Jäger mit Anubis Look
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Der Pharaonenhund ist ein mittelgroßer, eleganter Jagdhund von der Insel Malta, der mit windhundähnlicher Silhouette, großen Stehohren und rostbraunem, glänzendem Fell sofort auffällt. Trotz seines edlen Aussehens ist er ein leistungsfähiger, lauffreudiger Jäger mit tief verankertem Jagdtrieb und großem Bewegungsdrang. Charakterlich verbindet er Intelligenz, Wachsamkeit und Sensibilität mit einem freundlichen, verspielten und anhänglichen Wesen – vorausgesetzt, er ist körperlich und geistig ausgelastet. Für ein harmonisches Zusammenleben braucht der Pharaonenhund viel Bewegung, einfühlsame, konsequente Erziehung und erfahrene Halterinnen und Halter, die mit Jagdhund-Eigenschaften umgehen können.
Pharaonenhund
- Herkunft: Malta
- Größe (ausgewachsen): ca. 53–63 cm Schulterhöhe
- Gewicht: etwa 18–27 kg
- Fell: kurz, glatt, glänzend, ohne Befederung
- Farben: Rostbraun (mittel bis dunkel) mit weißen Abzeichen (Blesse, Bruststern, Rutenspitze, Zehen)
- Charakter: intelligent, wachsam, freundlich, jagdleidenschaftlich
- Für Allergiker geeignet: nein
- Lebenserwartung: ca. 12–14 Jahre (teils bis 15 Jahre)
- Pflegeaufwand: gering (gelegentliches Bürsten, Ohren- und Krallenpflege)
- Bewegungsbedarf: sehr hoch (tägliche intensive Bewegung und Beschäftigung)
Herkunft und Geschichte: Vom „Kaninchenhund“ Maltas zum Pharaonenhund
Der Pharaonenhund – international Pharaoh Hound, auf Maltesisch Kelb tal-Fenek („Hund des Kaninchens“) – stammt ursprünglich von der Mittelmeerinsel Malta. Dort dient er den Menschen seit Jahrhunderten als vielseitiger Jagdbegleiter, vor allem zur Kaninchenjagd. In seiner Heimat wird er traditionell nicht nur als Sichtjäger, sondern auch als Wächter von Ziegen und Hof eingesetzt.
Um seine Herkunft ranken sich viele Geschichten. Eine These lautet, dass seine Vorfahren schon in der Antike von den Phöniziern nach Malta gebracht wurden und mit den altägyptischen Tesem-Hunden verwandt sind, die auf Darstellungen des Gottes Anubis zu sehen sind. Skelettfunde ähnlicher Hunde in Ägypten mit einem Alter von rund 5.000 Jahren befeuern diese Vermutung, sind aber nicht eindeutig beweisbar. Wahrscheinlicher ist nach neueren Einschätzungen, dass sich der Pharaonenhund – ähnlich wie die Podenco-Rassen – aus regionalen Pariahunden entwickelt hat, deren Typ sich durch ähnliche Umweltbedingungen herausgebildet hat.
Sicher ist: Der Pharaonenhund ist seit Jahrhunderten ein Jagdhund auf Malta, der auf Sicht jagt, Beute mit lautem Bellen anzeigt und sie mit „weichem Maul“ lebend zum Jäger bringt. Die FCI führt die Rasse unter dem Namen Pharao Hound mit maltesischer Herkunft, das Patronat liegt aber bei Großbritannien, wo seit den 1960er-Jahren gezielt gezüchtet wird. 1977 erfolgte die offizielle Anerkennung durch die FCI.
Herkunft und Nutzung machen klar: Der Pharaonenhund ist kein Zierhund, sondern ein traditioneller Jagd- und Gebrauchshund mit entsprechendem Arbeitsprofil.
Aussehen des Pharaonenhundes: Elegante Erscheinung mit Anubis-Anklang
Der Pharaonenhund erinnert optisch stark an Darstellungen des ägyptischen Gottes Anubis. Seine großen Stehohren, der lange Hals und der schlanke, windhundähnliche Körperbau verleihen ihm eine auffällige Silhouette. Rüden erreichen eine Widerristhöhe von etwa 56 bis 63,5 Zentimetern, Hündinnen etwa 53 bis 61 Zentimeter. Das Gewicht ist im Standard nicht exakt festgeschrieben, im Durchschnitt liegt es bei rund 18 bis 27 Kilogramm.
Der Körper ist geschmeidig mit klar umrissenen Linien, gut gewölbten Rippen, tiefer Brust und einem leicht aufgezogenen Bauch. Die Rückenlinie ist nahezu gerade, die Kuppe leicht abfallend; die Rute ist mittelhoch angesetzt, reicht bis unter das Sprunggelenk und verjüngt sich nach oben.
Das Fell ist kurz, glatt, glänzend und mittel- bis dunkelrostbraun, ohne Befederung. Weiße Markierungen sind möglich:
- weiße Rutenspitze (erwünscht)
- weiße Zehen
- weißer Bruststern
- schmale weiße Blesse auf der Stirn
Auffällig ist, dass der Pharaonenhund keine schwarzen Hautpigmente hat – Nase, Augenlider und Ohrinnenseiten sind fleischfarben. Die ovalen, bernsteinfarbenen Augen wirken wach und intelligent.
Der Pharaonenhund verkörpert Dynamik und Eleganz: schlank, athletisch, mit kurzem rostbraunem Fell und großen Stehohren, die seine Herkunft als Sichtjäger optisch unterstreichen.
Charakter des Pharaonenhundes: Anhänglicher, sensibler Jäger
Der Pharaonenhund ist ein intelligenter, wachsamer und anhänglicher Jagdhund, der in erfahrenen Händen ein charmanter Familienhund sein kann. Trotz seines stolzen, etwas „fernöstlich“ wirkenden Aussehens ist er seinen Menschen gegenüber oft sehr verspielt und verschmust. Er liebt es, mit seiner Familie zu spielen und zu kuscheln und sucht den engen Kontakt.
Sein Jagdtrieb bleibt jedoch stets präsent. Freilauf ist in wildreichen Gebieten meist kaum möglich, da Pharaonenhunde leidenschaftliche Jäger sind und selbst bei guter Erziehung nicht immer zuverlässig abrufbar bleiben. Wird dieser Bewegungs- und Jagddrang nicht kanalisiert, werden viele Hunde unleidlich, nervös oder entwickeln unerwünschtes Verhalten.
Fremden gegenüber zeigt sich der Pharaonenhund wachsam und eher distanziert, ohne grundlos aggressiv zu sein. Mit Artgenossen kommt er in der Regel gut zurecht; er kann gut im Rudel gehalten werden. Achtung: Einige Pharaonenhunde sind sehr bellfreudig und kommentieren nicht nur Ungewohntes, sondern viele Gefühlsregungen mit Lautäußerungen.
Der Pharaonenhund kombiniert ein freundliches, verspieltes Wesen mit starkem Jagdtrieb, hoher Wachsamkeit und einer gewissen Unabhängigkeit – ein feinfühliger Charakter, der Respekt und passenden Umgang verlangt.
Haltung und Alltag: Passt ein Pharaonenhund zu dir?
Der Pharaonenhund passt vor allem zu sportlichen, naturverbundenen Menschen, die viel Zeit und Lust haben, sich mit ihrem Hund zu bewegen. Ein großes, sicher eingezäuntes Grundstück ist ideal – unterschätze nicht seine Sprungfähigkeiten, ein hoher Zaun (mindestens 1,80 m) ist sinnvoll. Ein Grundstück ersetzt aber nicht die täglichen Touren und geistige Auslastung.
In der Familie zeigt sich der Pharaonenhund freundlich und kinderlieb, wenn der Nachwuchs schon etwas älter ist und einen respektvollen Umgang gelernt hat. Kleinere Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt mit dem Hund bleiben, da impulsive Bewegungen und laute Situationen für den sensiblen Hund stressig sein können.
Nicht geeignet ist der Pharaonenhund für Haushalte mit Kaninchen, Katzen oder anderen potenziellen Beutetieren. Selbst gesicherte Käfige würden für diese Tiere dauerhaften Stress bedeuten, wenn ein begeisterter Jäger im gleichen Raum lebt.
Eine Haltung in einer Stadtwohnung ist theoretisch möglich, aber durch seine Bellfreudigkeit, seinen Bewegungsdrang und seine Sensibilität oft schwierig: Nachbarn fühlen sich schneller gestört, und du musst deutlich mehr Aufwand betreiben, um seinen Bedarf an Bewegung und Ruhe im Umfeld mit hoher Reizdichte zu decken.
Alleinbleiben fällt vielen Pharaonenhunden schwer, da sie sich eng an ihre Menschen binden. Wer berufstätig ist, braucht ein gutes Betreuungskonzept – der Hund gehört nicht acht Stunden täglich allein in eine Wohnung.
Bewegung und Beschäftigung: Wie viel Auslauf braucht ein Pharaonenhund?
Dieser Hund ist ein Sprinter und Dauerläufer in einem. Der Pharaonenhund braucht jeden Tag viel Bewegung – deutlich mehr als einen kurzen Spaziergang. Als Richtwert werden etwa 60 Minuten aktive Bewegung pro Tag genannt, viele Hunde profitieren von mehr.
Geeignete Aktivitäten:
- Windhunderennen, insbesondere Coursing, bei dem der Hund einem künstlichen Hasen über eine Strecke mit Richtungswechseln nachjagt
- Jogging (angeleint), sobald der Hund ausgewachsen und aufgebaut ist
- Agility, bei passendem Trainingsaufbau
- Suchspiele und Nasenarbeit, die seinen Kopf fordern
- Spiele, die den Jagdtrieb kontrolliert nutzen (z. B. Futter-Dummys statt Wild)
Wichtig ist, den Hund nicht nur körperlich, sondern auch geistig zu fordern – ohne ihn dauerhaft zu „überdrehen“. Ebenso wichtig wie Action sind gemeinsam gelebte Ruhezeiten, damit sich der Pharaonenhund nicht zu einem permanent aufgedrehten Begleiter entwickelt.
Wer bereit ist, regelmäßig und strukturiert für Bewegung zu sorgen, wird mit einem faszinierenden, sportlichen Partner belohnt – wer lieber nur gemütlich Gassi geht, wird der Rasse nicht gerecht.
Erziehung des Pharaonenhundes: Sensibel, aber eigenwillig
Die Erziehung eines Pharaonenhundes ist nichts für Einsteiger ohne Vorbereitung. Er ist sensibel, eigenwillig und reagiert stark auf Stimmung und Umgangston. Eine einfühlsame, aber klare Erziehung mit Konsequenz ist der Schlüssel zum Erfolg.
Einige Grundprinzipien:
- Sei freundlich, aber verbindlich – zu harte Methoden beschädigen Vertrauen und machen den Hund unzugänglich.
- Sei konsequent – inkonsequente Regeln führen dazu, dass der Hund schnell „auf der Nase tanzt“.
- Plane viel Zeit für frühe Sozialisation, Welpenspielgruppen und Hundeschule (idealerweise mit Jagdhund-Erfahrung) ein.
Trainingsschwerpunkte:
- Rückruf: Schon im Welpenalter aufbauen, auch wenn ein perfekter Abruf bei dieser Rasse selten garantiert werden kann.
- Impulskontrolle: Warten können, auch wenn Reize locken.
- Bellverhalten: In kontrollierte Bahnen lenken – belohne Ruhe, nicht Lautstärke.
- Leinenführigkeit und Orientierung: besonders wichtig, da Freilauf oft eingeschränkt möglich ist.
Ein zu strenger oder ungeduldiger Stil führt beim Pharaonenhund schnell zur inneren Abkapselung, zu viel Nachsicht lässt ihn das Kommando übernehmen – die Kunst liegt im fein austarierten Mittelweg.
Gesundheit und Lebenserwartung des Pharaonenhundes
Der Pharaonenhund gilt allgemein als robuste Rasse, genetische Krankheiten sind aktuell nicht als rassetypische Häufung bekannt. Trotzdem besteht ein Inzuchtrisiko, weil der Genpool einer seltenen Rasse per se kleiner ist. Ein verantwortungsvoller Züchter achtet auf genetische Vielfalt und lässt Elterntiere auf gesunde Hüften, Knie und Augen untersuchen.
Weitere gesundheitliche Besonderheiten:
- mögliche Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Betäubungsmitteln – das solltest du vor Operationen mit dem Tierarzt besprechen
- Kälteempfindlichkeit, insbesondere an den Ohren, da der Hund aus einem warmen Klima stammt
- durch hohen Appetit besteht die Gefahr von Übergewicht, wenn Futtermenge und Bewegung nicht zueinander passen
Die Lebenserwartung gesunder Pharaonenhunde liegt bei rund 12 bis 14 Jahren, in Einzelfällen auch bis 15 Jahre. Voraussetzung sind gute Zucht, artgerechte Haltung, angepasste Ernährung und regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt.
Mit sorgfältiger Züchterwahl, vernünftiger Vorsorge und angepasster Haltung kann der Pharaonenhund ein erstaunlich langlebiger, fitter Begleiter sein.
Ernährung des Pharaonenhundes: Guter Futterverwerter mit großem Appetit
Der Pharaonenhund ist ein guter Futterverwerter – er braucht in Relation zu seiner Aktivität kein extrem energiedichtes Futter, neigt aber zu großem Appetit. Entsprechend wichtig ist es, die Futtermenge zu kontrollieren.
Fütterungstipps:
- Wähle ein hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil; Fleisch sollte in der Deklaration an erster Stelle stehen.
- Getreide ist in gutem Futter für diese sportliche Rasse nicht nötig.
- Achte darauf, dass dein Hund schlank bleibt – dank des kurzen Fells erkennst du Übergewicht schnell.
Gönne deinem Hund nach den Mahlzeiten unbedingt eine Ruhepause, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Idealerweise fütterst du nach Spaziergängen oder sportlichen Aktivitäten, nicht davor.
Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Greife zu gesunden Snacks ohne Zucker, etwa Zahnpflegesnacks oder getrocknete Fleischhappen. Streicheleinheiten, Spiele und Trockenkauartikel sind ebenfalls hochwertige Belohnungen, ohne unnötige Kalorienflut.
Wer beim Pharaonenhund das Futtermanagement im Griff hat, verhindert Übergewicht und unterstützt Leistung, Gelenke und allgemeine Fitness.
Pflege des Pharaonenhundes: Kurz, pflegeleicht, aber nicht „gar nichts“
Das kurze, glänzende Fell des Pharaonenhundes ist sehr pflegeleicht. Ein gelegentliches Striegeln mit einer Bürste oder einem Massagehandschuh entfernt lose Haare und regt die Durchblutung an – gleichzeitig stärkt es die Bindung zwischen dir und deinem Hund. Schmutz lässt sich meist nach dem Trocknen ausbürsten, ansonsten genügt ein feuchter Waschlappen.
Zur regelmäßigen Pflege gehören außerdem:
- Ohrenkontrolle: Besonders bei Kälte und Wind – Schmutz oder erste Entzündungszeichen früh erkennen.
- Krallenpflege: Sind sie zu lang, steigt das Risiko, hängen zu bleiben und sich zu verletzen; bei Bedarf kürzen.
- Zahnpflege: Regelmäßige Zahnpflege beugt Zahnstein und Entzündungen vor.
Der Pharaonenhund ist ein „pflegeleichter Pharao“ – Fellpflege kostet wenig Zeit, aber regelmäßige Ohren-, Krallen- und Zahnpflege solltest du fest einplanen.
Pharaonenhund und Allergiker: Kurzhaar heißt nicht „hypoallergen“
Trotz seines kurzen Fells wird der Pharaonenhund ausdrücklich als nicht hypoallergen eingestuft. Dass er sehr wenig sabbert und nur mäßig haart, bedeutet nicht, dass Menschen mit Hundeallergie automatisch sicher sind. Allergene stecken in Hautschuppen, Speichel und Urin – und die sind unabhängig von Felllänge vorhanden.
Wenn du Allergiker bist oder eine Hundeallergie vermutest, solltest du:
- vor der Anschaffung ärztlichen Rat einholen
- gezielt Zeit mit Pharaonenhunden verbringen, um deine Reaktion zu testen
Kurzhaar und wenig Speichelfluss machen ihn nicht zum Allergiker-Hund – ob ein Pharaonenhund für dich verträglich ist, lässt sich nur individuell klären.
Anschaffung: Züchterwahl, Seltenheit und Tierschutz
Der Pharaonenhund ist in Europa eine seltene Rasse. In manchen Jahren werden in Ländern wie Deutschland überhaupt keine Würfe gemeldet. Wenn du einen Welpen möchtest, musst du mit längeren Wartezeiten und ggf. Auslandsreisen rechnen.
Wichtige Kriterien bei der Züchterwahl:
- Zucht nach FCI-Standard mit Abstammungsnachweis
- gesundheitlich getestete Elterntiere (Hüften, Knie, Augen)
- nachvollziehbare Maßnahmen zur Inzuchtvermeidung
- Welpenaufzucht im Familienumfeld mit guter Prägung und Sozialisation
- Kennenlerntermine und transparente Kommunikation
Ein seriöser Züchter nutzt idealerweise die sensitive Phase im Alter von 12 bis 14 Wochen bewusst für die Übergabe und ermöglicht dir vorherige Besuche, damit der Welpe dich und dein Umfeld bereits ansatzweise kennenlernt. Züchterlisten geben Verbände wie der VDH heraus. Konkrete Welpenpreise sind in den vorliegenden Texten nicht genannt, du solltest aber mit einem deutlich vierstelligen Betrag rechnen – seltene, verantwortungsvoll gezogene Rassen sind kein Schnäppchen.
Wenn du einen erwachsenen Pharaonenhund suchst, ist der Tierschutz eine Option. Ein reinrassiger Pharaonenhund ist im Tierheim selten, aber es finden sich viele charakterlich und optisch ähnliche Hunde aus südlichen Ländern, etwa Podenco-Typen, die ähnliche Ansprüche an Bewegung und Erfahrung haben. Wichtig ist, den Anforderungen eines solchen Hundetyps gewachsen zu sein und nicht aus Mitleid zu handeln, ohne die eigene Lebenssituation realistisch abzuwägen.
Bei einer seltenen, anspruchsvollen Rasse wie dem Pharaonenhund sind sorgfältige Planung, Züchterwahl und ehrliche Selbsteinschätzung wichtiger als schnelle Entscheidungen.
Fazit: Pharaonenhund – sportlicher Jäger für erfahrene Hände
Der Pharaonenhund ist ein beeindruckender, athletischer Jagdhund mit freundlichem Wesen, der optisch wie charakterlich aus dem Rahmen fällt. Er eignet sich für Menschen, die sportlich sind, viel draußen unterwegs sein möchten und Freude daran haben, einen sensiblen, eigenständigen Hund zu führen, statt ihn „nur mitzunehmen“. Seine Stärken liegen in Bewegungsfreude, Intelligenz und Bindungsbereitschaft – seine Herausforderungen in Jagdtrieb, Bellfreudigkeit, Kälteempfindlichkeit und erhöhter Anforderung an Erziehung und Auslastung. Anfänger ohne Erfahrung mit Jagdhunden sollten sich eher nach einer weniger anspruchsvollen Rasse umsehen. Wenn du jedoch bereit bist, Zeit, Wissen und Herzblut zu investieren, klare Grenzen zu setzen und gleichzeitig sensibel zu führen, kann der Pharaonenhund ein außergewöhnlicher Begleiter sein, der dich über viele Jahre mit Sportlichkeit, Humor und Treue durchs Leben begleitet.
Quellen: Fressnapf Magazin, Purina, zooplus Magazin