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Rasseporträt

Bordeauxdogge: Sanfter Molosser mit Schattenseiten der Qualzucht

Bordeauxdogge: Der sanftmütige Freund mit langer Geschichte.
Bordeauxdogge: Der sanftmütige Freund mit langer Geschichte. Getty Images
Die Bordeauxdogge ist ein sanftmütiger Molosser mit Wachtrieb. Gesundheit, kurze Lebenserwartung und Rasseliste verlangen Erfahrung.

Die Bordeauxdogge ist eine alte französische Molosser-Rasse, die mit ihrem massigen Körper, dem riesigen Kopf und dem rotbraunen Fell überall auffällt. Hinter dem bulligen Erscheinungsbild steckt aber ein sanftmütiger, familienbezogener Hund mit hoher Reizschwelle, der viel Nähe und Zuwendung braucht. Gleichzeitig bringt die Dogue de Bordeaux Schutz- und Wachtrieb, Eigensinn und enorme Kraft mit – das macht eine ruhige, konsequente Erziehung unverzichtbar. In der Haltung spielen Themen wie Gelenkbelastung, Futtermanagement, Qualzucht-Merkmale und eine im Vergleich sehr geringe Lebenserwartung eine große Rolle. 

Bordeauxdogge

  • Herkunft: Frankreich
  • Größe (ausgewachsen): ca. 58–68 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: ca. 45–60 kg
  • Fell: kurz, glatt, weich
  • Farben: Isabell, Mahagoni, Rehfarben, Rotbraun
  • Charakter: sanftmütig, treu, wachsam, gelassen
  • Für Allergiker geeignet: nein
  • Lebenserwartung: ca. 5–8 Jahre
  • Pflegeaufwand: mittel (kurzes Fell, aber Falten- und Speichelpflege nötig)
  • Bewegungsbedarf: mittel (ruhige, regelmäßige Spaziergänge, kein Sporthund)

Herkunft und Geschichte der Bordeauxdogge

Die Bordeauxdogge gehört zu den ältesten Hunderassen Frankreichs. Ihre Wurzeln liegen in den mittelalterlichen Alanerhunden und sogenannten Saupackern, die bereits im 14. Jahrhundert als kräftige Jagd- und Schutzhunde beschrieben wurden. Diese Hunde wurden für harte Einsätze genutzt: Jagd auf Großwild wie Wildschweine, Schutz von Schlachtern und Fleischtransporten vor wilden Tieren und – leider – auch für brutale Hundekämpfe gegen andere Hunde oder Bären.

Bis ins 19. Jahrhundert war der Hundetyp vor allem im südfranzösischen Aquitanien und in Nordspanien verbreitet. 1863 trat die Rasse unter dem Namen Bordeauxdogge erstmals auf einer Ausstellung in Paris auf, 1896 folgte ein erster Rassestandard. Die beiden Weltkriege brachten die Population an den Rand des Aussterbens; in den 1950er-Jahren begann der mühsame Neuaufbau mit wenigen verbliebenen Tieren. 1954 erhielt die Bordeauxdogge die FCI-Anerkennung und wird seither als doggenartiger Molosser geführt. In den 1980er-Jahren verschaffte ihr der Film „Scott & Huutsch“ einen internationalen Bekanntheitsschub.

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Erscheinungsbild: Größe, Gewicht und Fell der Bordeauxdogge

Die Bordeauxdogge ist eine imposante Erscheinung: breit, massiv, mit viel Muskulatur und harmonischen Proportionen. Rüden erreichen etwa 60–68 cm Widerristhöhe, Hündinnen etwa 58–66 cm. Das Gewicht liegt bei mindestens 50 kg (Rüden) bzw. 45 kg (Hündinnen) und kann je nach Linie deutlich darüber liegen. Ihr Körper ist untersetzt und athletisch, der Rücken kräftig, die Brust tief.

Der Kopf ist sehr groß, mit tiefen Falten und markanter Maske. Das kurze Fell ist glatt, weich und pflegeleicht. Typisch ist ein einheitlich rotbraunes (mahagonifarbenes bis isabellfarbenes) Haarkleid, zulässig sind kleine weiße Flecken nur als Punkt auf der Brust oder an den Pfoten. Die Maske kann braun oder schwarz sein, schwarze Härchen („Ruß“) auf Kopf, Ohren, Hals und Rücken kommen vor. In der Bewegung wirkt die Bordeauxdogge trotz Masse erstaunlich geschmeidig: Im Schritt bodennah und frei, im Trab mit gutem Hinterhandschub und Vortritt.

Charakter der Bordeauxdogge: sanftmütig, mutig, wachsam

Im Wesen wirkt die Bordeauxdogge wie ein sanfter Riese mit eingebautem Wachhund-Modus. Sie ist gelassen, gutmütig und anhänglich, liebt das Beisammensein mit ihrer Familie und zeigt eine hohe Reizschwelle. Gerade im Hausalltag lässt sie sich selten aus der Ruhe bringen – selbst laute Kinder können sie bei guter Erziehung und Gewöhnung kaum erschüttern.

Gleichzeitig bringt sie Schutz- und Wachtrieb mit. Sie beobachtet aufmerksam, wem sie begegnet, und entscheidet selbst, wann und wie sie sich Fremden nähert. Mutig und furchtlos beschützt sie ihre Bezugspersonen, behält dabei aber typischerweise die Kontrolle. Nervöse Aggression oder hektisches Verhalten passen nicht zu ihrem Rassetyp, sofern Erziehung und Haltung stimmen. Ihr „Dickschädel“ zeigt sich darin, dass sie Kommandos gern kurz „prüft“, bevor sie reagiert – sie ist keine Maschine, sondern ein mitdenkender, eigenständiger Hund.

Eignet sich die Bordeauxdogge als Familienhund?

Richtig geführt kann die Bordeauxdogge ein liebevoller, verschmuster Familienhund sein. Sie genießt körperliche Nähe, liebt ihre Menschen – ob groß oder klein – und fühlt sich am wohlsten, wenn alle beisammen sind. Ihre Geduld und Gelassenheit machen sie in vielen Fällen zu einem toleranten Kinderbegleiter.

Trotzdem ist sie kein „Selbstläufer“:

  • Du brauchst ein souveränes Auftreten und Grundwissen zur Hundeerziehung.
  • Du musst den angeborenen Wach- und Schutztrieb früh in sinnvolle Bahnen lenken.
  • Du solltest Kinder an einen respektvollen Umgang mit dem Hund heranführen.

Für komplette Anfänger ist die Bordeauxdogge daher nur bedingt geeignet, auch wenn sie im Alltag oft ruhig und freundlich wirkt. Ihre Kraft, ihr Wachtrieb und ihr sensibles Gedächtnis (sie merkt sich Ungerechtigkeiten oder Inkonsequenz) machen es wichtig, dass du weißt, was du tust – oder dir früh professionelle Hilfe holst.

Haltung im Alltag: Umgebung, Alleinbleiben und Wohnsituation

Die Bordeauxdogge ist ein „Familienhund“ im wörtlichen Sinn: Sie braucht engen Anschluss an ihr Rudel, nicht ein Leben im Zwinger oder isoliert im Hof. Ein Haus mit eigenem, gut eingezäuntem Garten ist ideal, damit sie sich frei bewegen und ihre Wachhund-Neigung in Grenzen ausleben kann. Eine kleine Stadtwohnung ist allein wegen ihrer Größe und Masse ungeeignet – und auch, weil Treppen für Gelenke und Wirbelsäule problematisch sind.

Alleinbleiben kann sie lernen, aber sie ist kein Hund, der glücklich ist, wenn er täglich viele Stunden allein verbringen muss. Ihre größte Freude ist es, bei ihren Menschen zu sein, mit ihnen Spaziergänge zu machen, zu wachen und ausgiebig zu kuscheln. Wer viel unterwegs ist und seinen Hund regelmäßig fremdbetreuen lassen muss, sollte diese Rasse sehr kritisch prüfen.

Nachbarn haben mit einer gut erzogenen Bordeauxdogge meist wenig Probleme: Sie bellt eher selten und meldet Vorfälle ruhig, statt dauerhaft „Alarm“ zu schlagen – unter der Voraussetzung, dass Wachverhalten in der Erziehung klar geordnet wird.

Bewegung und Beschäftigung: Wie viel Auslauf braucht eine Bordeauxdogge?

Bordeauxdoggen sind keine Hochleistungssportler, sondern schwere Hunde mit relativ geringem Grundenergielevel. Ausdauersport wie Joggen oder am Fahrrad laufen ist für sie ungeeignet und belastet die Gelenke zu stark. Trotzdem brauchen sie regelmäßige Bewegung, um nicht zu träge und übergewichtig zu werden.

Für erwachsene Hunde gelten:

  • tägliche Spaziergänge in moderatem Tempo, gern ausgedehnt und in der Natur
  • ruhige Spiele und kleine Trainingseinheiten (z. B. Grundsignale, Suchspiele)
  • Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden und zu schnüffeln

Sie müssen nicht ständig „bespaßt“ werden, aber sie sollten auch nicht nur auf dem Sofa liegen. Eine gute Mischung aus Bewegung, geistiger Anregung und viel gemeinsamer Zeit ist ideal. Welpen und Junghunde brauchen besonders gelenkschonende Bewegung, damit sich ihr massiger Körper gesund entwickeln kann.

Erziehung der Bordeauxdogge: ruhig, konsequent, fair

Die Sozialisierung und Erziehung einer Bordeauxdogge ist kein optionales Extra, sondern Grundvoraussetzung. Ein großer, sturer Molosser ohne klare Regeln wird schnell zum Sicherheitsproblem. Von Beginn an solltest du auf liebevolle Konsequenz setzen: Grundsignale, Leinenführigkeit, kontrollierte Begegnungen mit Menschen und Hunden sowie klare Hausregeln.

Wichtige Punkte:

  • frühzeitiger Besuch von Welpenspielstunde und Hundeschule
  • konsequentes, aber faires Korrigieren unerwünschter Verhaltensweisen
  • viele positive Erfahrungen mit Kindern, Besuchern und unterschiedlichen Umgebungen
  • keine Härte oder Ungerechtigkeit – das vergisst die Bordeauxdogge nicht

Inkonsequenz bemerkt sie sofort und nutzt sie für sich: Wenn Betteln einmal „funktioniert“, wird es konsequent wieder versucht. Mit Geduld, Einfühlungsvermögen und klarer Linie ist sie aber vergleichsweise leichtführig, denn sie möchte ihrem Menschen gefallen und arbeitet gern mit – nur eben in ihrem eigenen Tempo.

Pflege: Fell, Falten und Alltag mit Speichel

Das kurze, glatte Fell der Bordeauxdogge ist leicht zu pflegen: Tägliches kurzes Bürsten oder zumindest ein regelmäßiger Bürstrhythmus reicht, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung der Haut zu fördern. Sie haart, aber im Vergleich zu langhaarigen Rassen überschaubar.

Aufwändiger als das Fell sind:

  • die vielen Falten am Kopf: Sie sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, um bakterielle oder Pilzinfektionen zu vermeiden.
  • Speichel: Bordeauxdoggen sabbern viel, besonders beim Trinken, Hecheln oder Fressen. Speichelfäden auf Kleidung, Möbeln und Fußboden gehören im Alltag dazu.

Regelmäßige Kontrolle von Zähnen, Ohren, Augen, Pfoten und Krallen ist wichtig, um Probleme früh zu erkennen. Ein Gewichtstagebuch oder regelmäßiges Wiegen hilft, drohendes Übergewicht rechtzeitig zu bemerken – wichtig bei einer Rasse, deren Gelenke ohnehin stark belastet sind.

Gesundheit und Lebenserwartung: typische Probleme der Bordeauxdogge

Gesundheitlich gehört die Bordeauxdogge zu den anfälligen Rassen mit deutlich verkürzter Lebenserwartung. Durchschnittlich erreichen viele Hunde nur etwa 5–8 Jahre. Zu den rassetypischen Problemen gehören:

  • Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED)
  • Herzprobleme
  • Magendrehung, begünstigt durch Körperbau und Fressverhalten
  • Ektropium (Hängelid) und andere Augenprobleme
  • Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien
  • Hautentzündungen in den Falten

Hinzu kommt die Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie), die zu verengten Atemwegen, Atemnot und Problemen bei der Thermoregulation führen kann. Deshalb wird die Bordeauxdogge in vielen Fachkreisen als Qualzucht eingestuft, insbesondere extrem kurzköpfige, stark gefaltete Linien.

Als Halter kannst du einiges tun:

  • nur bei seriöser Zucht kaufen, die auf Gesundheit und moderaten Typ achtet
  • Gewicht niedrig halten, Gelenke schonen, wenig Treppen
  • Hitze meiden, keine Überlastung bei warmem Wetter
  • auf gute Pflege von Falten, Haut und Ohren achten

Trotz aller Bemühungen bleibt die Lebenserwartung der Rasse gering, was du im Vorfeld ehrlich mitbedenken solltest – emotional und finanziell.

Ernährung: Futter für eine gesunde Bordeauxdogge

Bei der Ernährung der Bordeauxdogge spielen mehrere Aspekte zusammen: Neigung zu Übergewicht, Risiko für Magendrehung und Gelenkbelastung. Wichtig ist ein hochwertiges Futter, das an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst ist.

Für Welpen gilt:

  • eher proteinärmeres Welpenfutter, um zu schnelles Wachstum zu vermeiden
  • korrektes Kalzium-Phosphor-Verhältnis zur Unterstützung gesunder Knochen und Gelenke

Für erwachsene Hunde:

  • kein Futter mit vielen „Dickmachern“ wie Zucker oder übermäßigem Getreideanteil
  • zwei kleinere Mahlzeiten am Tag statt einer großen, um das Risiko einer Magendrehung zu senken
  • Menge so wählen, dass die Figur schlank bleibt – Rippen sollten tastbar, aber nicht sichtbar sein

Bordeauxdoggen sind oft gute Fresser; „etwas zu viel“ summiert sich bei dieser Rasse schnell zu problematischem Übergewicht. Wer barft, sollte sich gründlich einarbeiten, damit alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis vorliegen. Bei futterbedingten Allergien oder Unverträglichkeiten lohnt sich eine genaue Analyse und ggf. tierärztliche Ernährungsberatung.

Bordeauxdogge und Anfänger: für wen die Rasse geeignet ist

Auch wenn die Bordeauxdogge sanftmütig und verschmust ist, ist sie keine ideale Rasse für Menschen ohne Hundeerfahrung. Gründe:

  • großes, kräftiges Format mit entsprechendem Gefahrenpotenzial bei Fehlverhalten
  • angeborener Schutz- und Wachtrieb, der gelenkt werden muss
  • gesundheitliche Herausforderungen, die Management erfordern
  • sensible Reaktion auf Ungerechtigkeit und Inkonsequenz

Wenn du bereits Erfahrung mit großen Hunden hast, souverän auftreten kannst und bereit bist, in Erziehung, Gesundheit und Pflege zu investieren, kann die Bordeauxdogge eine passende Wahl sein. Als erster Hund ist sie nur dann sinnvoll, wenn du dir frühzeitig professionelle Unterstützung holst und die Rasse wirklich verstehst – nicht nur ihre Optik liebst.

Anschaffung, Zucht und Tierschutz: Bordeauxdogge kaufen oder adoptieren?

Bordeauxdoggenzüchter gibt es weltweit; gleichzeitig ist die Versuchung groß, auf vermeintlich günstige „Wühltisch-Welpen“ oder Internetangebote hereinzufallen. Davon solltest du strikt Abstand nehmen. Bei unseriöser Vermehrung fehlen Gesundheitskontrollen, Zuchtziele orientieren sich oft an extremem Aussehen, nicht an Funktionalität, und das Risiko für schwere Erkrankungen steigt.

Worauf du achten solltest:

  • Züchter ist einem anerkannten Rassehundverein angeschlossen
  • Elterntiere sind auf HD, ED, Herzprobleme und andere relevante Krankheiten getestet
  • Welpen wachsen im familiären Umfeld mit früher Sozialisation auf
  • Züchter nimmt sich Zeit für Fragen, prüft auch dich als Halter und steht nach dem Kauf weiter zur Verfügung

Im Tierschutz tauchen Bordeauxdoggen und Bordeauxdoggen-Mixe immer wieder auf – oft, weil Halter mit Größe, Kosten oder Gesundheitsproblemen überfordert waren. Eine Adoption aus dem Tierschutz kann eine gute Option sein, verlangt aber noch mehr Offenheit und Bereitschaft, auf individuelle Bedürfnisse und eventuelle Vorgeschichten einzugehen.

Bordeauxdogge und Allergien: geeignet für Allergiker?

Die Bordeauxdogge hat ein kurzes Fell und verliert im Vergleich zu langhaarigen Rassen weniger Haare, ganz „haarlos“ ist sie aber natürlich nicht. Hinzu kommt starker Speichelfluss. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Rasse als allergikerfreundlich gelten könnte. Wenn du zu Allergien neigst, solltest du vor einer Entscheidung den Kontakt mit einer Bordeauxdogge testen – idealerweise mehrfach.

Rechtliche Aspekte und Rasselisten

In einigen Regionen wird die Bordeauxdogge als potenziell gefährliche Rasse eingestuft. In mehreren deutschen Bundesländern steht sie auf der Rasseliste, was besondere Auflagen bedeutet: etwa Wesenstest, erhöhte Hundesteuer, Leinen- oder Maulkorbpflicht. Auch in Teilen Österreichs (z. B. Vorarlberg) und der Schweiz (z. B. Kanton Genf) gelten Einschränkungen bis hin zu Haltungsverboten.

Bevor du dich für eine Bordeauxdogge entscheidest, musst du:

  • die Regelungen in deinem Bundesland/deiner Gemeinde prüfen
  • die Konsequenzen für Alltag, Kosten und Wohnsituation realistisch einschätzen

Rechtliche Hürden kommen zu den gesundheitlichen und haltungsbezogenen Herausforderungen hinzu – alles zusammen sollte Teil deiner ehrlichen Entscheidung sein.

Fazit: Bordeauxdogge – sanfter Riese mit schweren Schattenseiten

Die Bordeauxdogge ist ein beeindruckender, sanftmütiger Molosser, der seine Familie liebt und mit Ruhe, Mut und Treue an ihrer Seite steht. Ihre Gelassenheit, Kinderfreundlichkeit und Wachsamkeit machen sie zu einem faszinierenden Familienhund – vorausgesetzt, Erziehung, Umfeld und Menschen passen zu ihr. Gleichzeitig ist sie eine Rasse mit deutlichen Qualzucht-Merkmalen, hoher Krankheitsanfälligkeit und sehr geringer Lebenserwartung. Größe, Kraft, Wachtrieb und gesundheitliche Risiken verlangen verantwortungsvolle Zucht, durchdachte Haltung und finanzielle wie emotionale Stabilität. Wenn du all das im Blick hast und trotzdem bewusst „Ja“ sagst, kann eine Bordeauxdogge dein Leben bereichern – aber sie ist nie eine leichte oder kurz gedachte Entscheidung.