Zucchini für den Hund: Was du dabei beachten solltest
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Die Zucchini gehört zu dem Gemüse, bei dem für Hunde das Gleiche gilt wie für uns: Normalerweise ist sie ein gesundes Gemüse, doch die Zucchini, die zur Kürbisfamilie gehört, kann auch giftig sein.
Die toxische Wirkung resultiert aus dem Bitterstoff Cucurbitacine, der in hoher Konzentration in Zierkürbissen vorkommt. Aus dem Grund ist es auch wichtig, den Zierkürbis vom Speisekürbis zu unterscheiden.
Bereits vor langer Zeit wurden die Bitterstoffe aus Gemüsesorten wie Zucchini, Gurken oder Speisekürbissen rausgezüchtet. Cucurbitacine schmeckt jedoch nicht nur sehr bitter, es ist zudem giftig.
Je nachdem, wie hoch der Anteil an Bitterstoffen in der Zucchini ist, hat das nicht nur unangenehme Nebenwirkungen. Das Verspeisen der Zucchini kann in dem Fall sogar zum Tod führen.
Für Hunde gilt das Gleiche wie für uns, auch für den Vierbeiner kann der Genuss der Zucchini tödlich enden.
Besonders hoch ist die Gefahr bei Zucchini aus dem eigenen Garten. Durch unkontrollierte Kreuzungen schnellt der Cucurbitacine-Anteil in dem Gemüse, und vor allem in den Samen, extrem in die Höhe. Aus diesem Grund solltest du niemals Zucchini, Gurken und Speisekürbisse in der Nähe von Zierkürbissen anpflanzen.
Die Pflanze entwickelt das Cucurbitacine zum Schutz, beispielsweise vor Fressfeinden. Bei lange anhaltender Hitze oder Dürreperioden steigt der Cucurbitacine-Anteil ebenfalls an.
So verhinderst du eine Zucchini-Vergiftung beim Hund
Rein äußerlich unterscheiden sich die Zucchini mit einem hohen Cucurbitacine-Anteil kaum von einem essbaren Kürbisgemüse. Gelegentlich sieht die Schale ein wenig anders aus und ist etwas härter.
Ein sehr deutliches Indiz dafür, dass weder du noch der Hund die Zucchini essen sollten, ist der Geschmack. Nicht ohne Grund werden Cucurbitacine als Bitterstoffe bezeichnet. Allerdings ist das nur für uns hilfreich, für den Hund eher nicht.
Hunde sind uns mit vielen Sinnesorganen, wie Nase und Ohren, weit voraus. Was den Geschmack angeht, muss der Vierbeiner jedoch passen.
Mit seinen um die 1.700 Geschmacksknospen schmeckt der Hund die Bitterstoffe nicht so rasch heraus wie wir. Hinzu kommt, dass es sich bei Hunden um sogenannte Schlingfresser handelt, die ihr Futter meistens im Eiltempo verdrücken.
Wir hingegen sind mit rund 9.000 Geschmacksknospen ausgestattet und haben daher keine Probleme, die Bitterstoffe sofort herauszuschmecken.
Bevor du dem Hund die Zucchini unter das Futter mischst, schneidest du erst eine kleine Scheibe ab und probierst diese selbst.
Schmeckt das Kürbisgemüse bitter, entsorgst du es vorsichtshalber gleich auf dem Kompost.
Frisst der Hund die nicht essbare Zucchini, führt das zu Magenkrämpfen, Erbrechen und/oder Durchfall. Je nachdem, wie viel Cucurbitacine der Hund zu sich genommen hat, kann das insbesondere bei sehr kleinen, alten oder kranken Hunden schnell zum Tod führen.
Hinweis: Im Gegensatz zu anderen Giftstoffen sind die Cucurbitacine hitzebeständig. Angebratene Zucchini können demnach genauso giftig sein wie rohe Zucchini.
Obwohl es sich bei giftigen Zucchini um eine Ausnahme handelt, solltest du die Gefahr nicht unterschätzen und nie vergessen, ein kleines oder großes Stück von den Zucchini vorzuschmecken, ehe du das Gemüse deinem Hund gibst.