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So wirkt das Gewürz im Hundenapf

Zimt für Hunde: Was du darüber wissen solltest

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Teaser (Bild: Pixabay)
Zimt kann für deinen Hund sehr gesund sein, muss er aber nicht. Neben der Qualität des Gewürzes, spielt die Zimtsorte eine ganz entscheidende Rolle und entscheidet darüber, ob Zimt gesund oder schädlich für deinen Vierbeiner ist.

Zimt ist nicht nur ein sehr leckeres Gewürz, auch als Heilpflanze wird Zimt bereits seit vielen tausend Jahren verwendet. Schon die alten Chinesen integrierten das Gewürz nutzbringend in ihre traditionelle Medizin, allerdings benutzten die Heilkundigen damals ausschließlich den Ceylon-Zimt.

Als die Nachfrage nach dem edlen Gewürz im Laufe der Zeit immer mehr anstieg, wurden Zimtbäume gezüchtet, die deutlich schneller abgeerntet werden können.

Unterschieden wird daher zwischen:

  • Cassia-Zimt, der hauptsächlich in China produziert wird
  • Ceylon-Zimt, der vor allem in Sri Lanka angebaut wird

Der Unterschied zwischen den beiden Zimt-Arten besteht, neben dem Geschmack, in ihren Inhaltsstoffen. Der Cassia-Zimt, der auch als chinesischer Zimt bezeichnet wird, beinhaltet in der Regel einen sehr hohen Anteil Cumarin.

Cumarin kann extrem gesundheitsschädigend sein. Der Wirkstoff kann zu einer Leberentzündung führen und letztendlich die Leber des Hundes schwer schädigen, wenn du es deinem Haustier regelmäßig gibst.

Zudem steht Cumarin unter dem Verdacht, Krebs hervorzurufen. Diese unerfreulichen gesundheitlichen Folgen treten bei Hunden genauso auf wie bei uns, wenn zu viel Cumarin verzehrt wird.

Kurzum: Cassia-Zimt solltest du deinem Hund nicht geben. Er schadet deutlich mehr, als er nutzt, und du setzt mit dem Cumarin die Gesundheit deines Haustieres aufs Spiel.

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Die Gefahr, die von dem billigen Cassia-Zimt ausgeht, ist so groß, dass sogar Behörden wie die Verbraucherzentrale und das Bundesinstitut für Risikobewertung ausdrücklich vor dem regelmäßigen Verzehr warnen. Die Gesundheitswarnungen gelten zwar für uns Menschen, aber für unsere Haustiere gilt natürlich das Gleiche.

Ceylon-Zimt – so wirkt er auf die Hundegesundheit


Es gibt jedoch auch gute Nachrichten und die betreffen den Ceylon-Zimt. Ceylon-Zimt riecht gut, schmeckt sehr gut und ist richtig gut für die Gesundheit des Hundes. Marginale Spuren Cumarin finden sich zwar auch im Ceylon-Zimt, aber die Menge ist bei gutem Bio-Zimt so gering, dass sie keine Rolle spielt.

Für die gesundheitsfördernde Wirkung des Ceylon-Zimts sind vor allem die ätherischen Öle und die sekundären Pflanzenstoffe verantwortlich. Zudem enthält der Ceylon-Zimt viele gesunde Mineralstoffe, wie:

  • Eisen
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Kalium
  • Mangan

Nicht zu vergessen die zahlreichen Antioxidantien, die unter anderem das Entstehen von Tumoren verhindern können.

Indem du dem Hundefutter gelegentlich etwas Ceylon-Zimt untermischst, senkst du sowohl den Blutzucker wie auch den Blutfettspiegel deines Haustiers.

Zudem soll der Ceylon-Zimt eine entzündungs- und schmerzsenkende Wirkung haben und kann damit lindernd bei Erkrankungen wie Arthrose wirken.

Im Allgemeinen sollte ein erwachsener Hund maximal 0,1 Gramm Ceylon-Zimt pro einem Kilogramm Gewicht bekommen.

Die genaue Dosierung solltest du jedoch unbedingt vorab mit deinem Tierarzt besprechen. Das gilt insbesondere, wenn dein Hund:

  • unter Vorerkrankungen leidet
  • Medikamente nimmt

Ganz besonders vorsichtig musst du bei Welpen, kranken sowie alten Hunden sein. Im Zweifel gilt:

  • kein Zimt für das Haustier, bevor du nicht mit dem Tierarzt gesprochen hast.

Leidet dein Hund unter Arthrose, kann unter Umständen auch MSM hilfreich sein. Wie MSM bei Hunden wirkt und wie du es anwendest, erfährst du im nächsten Beitrag.